Drei Familien scheuen keinen Aufwand, ihr Kreuz zu setzen

Plötzlich im Krankenhaus: Drei Weyher schwenken auf Briefwahl um

Bei rund 2300 Briefwählern haben zwei Vorstände alle Hände voll zu tun. - Foto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Es gibt Demokraten, denen ist die Ausübung ihres Wahlrechts so wichtig, dass selbst eine plötzliche Erkrankung sie nicht davon abhalten kann, ihre Stimmen abzugeben.

Udo Petersohn und Detlef Plate aus dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung berichten von den Familien von drei Wählern, die am Sonntag im besten Fall mindestens drei Mal den Weg zwischen dem Krankenhaus und dem Rathaus absolvierten. Die Angehörigen hatten Stunden vor der Schließung der Wahllokale mit einer unterschriebenen Vollmacht die Briefwahlunterlagen abgeholt und sind damit ins Krankenhaus gefahren. Die Betroffenen unterschrieben eine Urkunde und steckten die ausgefüllten Stimmzettel in den dafür vorgesehenen Umschlag. „Dann brachten die Angehörigen die Briefe wieder ins Rathaus“, so Petersohn. Damit hatten die Angehörigen genau den Weg beschritten, den Petersohn am Freitag in der Kreiszeitung vorgestellt hatte.

Er und Plate hatten am Sonntag selbst nicht viel zu tun. Sie mussten allerdings immer mal wieder per Telefon Fragen beantworten. Es ging beispielsweise um Bürger, die ihre Benachrichtigungskarte verloren hatten, und nicht wussten, an welchem Ort sie ihre Stimmen abgeben konnten.

Unterm Strich zieht Bürgermeister Andreas Bovenschulte in seiner Funktion als Wahlleiter ein positives Fazit: „Die Gemeinde- und Kreiswahl verliefen reibungslos.“ Er dankt den 320 Helfern, die unter anderem Vorstände für 33 Bezirke und für zwei Briefwahlbezirke gebildet hatten. Doch auch im Rathaus waren hinter den Kulissen zahlreiche Mitarbeiter im Einsatz. 

Kommunalwahl in Weyhe

Helfer sorgten dafür, dass die Ergebnisse zeitnah sowohl auf der eigens dafür vorbereiteten Internetseite Eingang fanden als auch auf eine Infowand im Ratssaal. Dort verfolgten zeitweise rund 60 Ratsmitglieder und Kandidaten aller Parteien sowie Gäste das Geschehen. „Neulinge“ und „alte Hasen“ wollten wissen, ob sie dem nächsten Rat angehören. So musste der SPD-Vorsitzende Herbert Goldack noch eine Stunde vor Ende der Auszählung bangen, per Liste in den Rat einzuziehen. Erst kurz vor Mitternacht war der letzte Briefwahlbezirk ausgezählt – Goldack ist drin, hieß es. „Ja, es war knapp, doch die Kirchweyher Liste hat bis Platz acht gezogen“, kommentierte Goldack das Ergebnis.

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