Container auf Grünabfallsammelstelle

„Öffentliches“ Laub kostenlos entsorgbar

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Grünplaner Thomas Krause, Bürgermeister Andreas Bovenschulte, AWG-Geschäftsführer Andreas Nieweler, Maschinenring-Umweltservice-Geschäftsführer Helmrich Busch und Maschinenring-Geschäftsführer Stephan Rendigs (v.l.) postieren sich hinter dem Container, in dem demnächst das Herbstlaub landen kann. 

Weyhe - Von Philipp Köster. Auch wenn der Gedanke bei 34 Grad im Schatten schwerfällt: In wenigen Wochen verlieren die Bäume mit Macht ihr Blätterkleid. Es geht ja schon los. Doch wohin damit?

Für die Entsorgung des Laubs von privatem Grund ist der Eigentümer zuständig, unterstreicht Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Biotonne oder Wertstoffhof Melchiorshausen sind die Lösungen. Und für die Entsorgung von Laub von Bäumen auf öffentlichem Grund ist laut Straßenreinigungsatzung der Anlieger verantwortlich. Doch die Gemeinde will jene Weyher nicht überfordern, bei denen viele große Bäume vor dem Haus stehen. „Die Bürger sind verpflichtet, aber sie sollen nicht auch noch die Kosten dafür tragen müssen“, sagt der Rathauschef. Darum hat die Verwaltung zum einen vor einigen Jahren 150 Körbe angeschafft, in die die Leute die abgefallenen Blätter werfen können. „Die Sammlung in den Körben hat das Ortsbild im Herbst positiv verändert“, hat Grünplaner Thomas Krause festgestellt.

Zum andern gibt es künftig die Möglichkeit, ab Oktober immer sonnabends von 10 bis 14 Uhr das Laub bei der neuen Grünabfallsammelstelle „Im Bruch“ in der Nähe der Moordammbrücke abzugeben – und zwar kostenlos.

Laub nicht einfach in den Wald kippen

Gemeinde und Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) haben einen Vertrag abgeschlossen, um die „Laubspitzen zwischen Ende September und Weihnachten auf kurzem Weg abgeben zu können“, wie es AWG-Geschäftsführer Andreas Nieweler formuliert. Die Finanzierung übernimmt die Gemeinde. „Jede Tonne rechnen wir spitz mit der AWG ab, aber nur bis zu einem Maximalbetrag von 4 000 Euro“, sagt Bovenschulte. Dank des Angebots gibt es laut Nieweler keinen Grund mehr das Laub einfach in den Wald oder den Seitenraum zu kippen. 

Für die Annahme an den 30 Grünabfallsammelstellen im Kreis gelten ihm zufolge strenge wasserrechtliche Vorgaben. „Baum- und Strauchschnitt suppt nicht und kann darum einfach hier liegen. Das Laub muss dagegen in den Container, damit der Silagesaft nicht ins Erdreich sickern kann“, so der Geschäftsführer. Das ist auch der Grund, warum auf der Grünabfallsammelstelle kein Rasenschnitt abgegeben werden darf. Für die Entsorgung empfiehlt Nieweler die Biotonne oder den Kompost im Garten. Die AWG holt das Laub ab.

Doch wie unterscheiden die Mitarbeiter an der Annahmestelle, die der Maschinenring Weyhe-Bassum über seine Umweltservice-Tochter betreibt, welches Blatt von „öffentlichen“ Bäumen stammt und welches von privaten? Gar nicht, weil geht nicht. „Wir machen keine Laubkontrolle, sondern zählen auf die Ehrlichkeit der Bürger“, sagt Verwaltungsboss Bovenschulte.

Gemeinde und AWG wollen nach einer Testphase bis Januar entscheiden, ob die Laubabgabe auch 2017 weitergehen soll.

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