Baucom investiert rund 2,5 Millionen Euro

Die neue Leester Mitte erhält im Frühjahr eine Eisdiele

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Firmen aus der Region bauen das neue Wohn- und Geschäftshaus an der Leester Straße. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Leester Mitte verändert rasant ihr Gesicht. Auf dem Areal des ehemaligen Dönerhauses und der Germania-Apotheke entsteht seit April ein Wohn- und Geschäftshaus mit 1100 Quadratmetern Nutzfläche.

Die Firma „Baucom Individuelles Planen + Bauen“ investiert nach eigenen Angaben einen Betrag von rund 2,5 Millionen Euro. Eine Fertigstellung des Gebäudes ist für Frühjahr 2017 geplant. In die Geschäftsräume des neuen Baukörpers zieht eine Eisdiele ein, bestätigt der Geschäftsführer Eike Kastens auf Anfrage.

„Die Betreiber sind Italiener und wollen ihr Eis an Ort und Stelle produzieren. Einen Vorgeschmack haben sie bereits beim Richtfest gegeben. Ihre Sorten kamen gut an“, so Kastens. In die direkte Nachbarschaft zieht ihm zufolge das Unternehmen Krankenpflege Diekena ein.

Außerdem entstehen in dem zweigeschossigen Gebäude samt ausgebautem Dachgeschoss weitere neun Wohnungen. Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen. Das Unternehmen errichtet sechs Garagen. Zusammen mit den weiteren Stellplätzen bietet das Gelände also Platz für insgesamt 27 parkende Autos. „Das ist mehr als gefordert war“, so Kastens. Um die vielen Flitzer des Pflegedienstes abzustellen, gibt es ebenfalls bereits ein Konzept, heißt es.

Südbalkon für alle

Den eigenen Anspruch, das Gebäude in den Ortsteil einzupassen, sieht das Unternehmen als erfüllt an. „Es wird kein Klotz, sondern fügt sich in die Umgebung ein“, sagt Architektin Anke Niemann. Um das zu erreichen, hatte sie für das Haus ein Satteldach und roten Verblender eingeplant.

Das Dönerhaus (Bild) gibt es in dieser Form nicht mehr. Es befindet sich jetzt gegenüber der Tankstelle. Auch die Apotheke dahinter ist Geschichte. Auf diesen beiden Grundstücken befindet sich das neue Wohn- und Geschäftshaus.

Außerdem ergeben vier Giebel in Kombination eines sich in den hinteren Teil des Grundstücks hineinschlängelnden Baukörpers laut Niemann eine „kleinteilige Architektur“. Keine der Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnung gleiche der anderen – dennoch gebe es für jede einen Südbalkon. „Das Erdgeschoss wird höher gebaut und öffnet sich nach außen.“ Davor entsteht ein kleiner Platz, der durch die Besucher des Eiscafés gefüllt wird. „Wir sind sehr daran interessiert, den Ortskern zu beleben“, so Niemann. Ein Mix zwischen Wohnen und Arbeiten sei sicherlich gut für die Umgebung. Dem Bedürfnis, seniorengerecht zu bauen, habe Baucom ebenfalls Rechnung getragen. „Wir haben zwei Fahrstühle eingebaut, so dass die Wohnungen barrierefrei erschlossen sind“, berichtet die Architektin.

Lob aus der Gemeindeverwaltung

Viel Lob kommt auch aus der Gemeindeverwaltung. „Das Bauvorhaben liegt im Sanierungsgebiet Leeste“, erklärt Jutta Timmermann, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Gemeindeentwicklung und Umwelt. Das Haus befindet sich nicht nur in einer zentralen Lage, sondern schafft zusätzliche Wohnungsangebote in den Geschossen und Arbeitsplätze im Erdgeschoss. „Wir finden das Projekt des privaten Investors sehr positiv.“

Timmermann habe die Bürgergespräche mit Verwaltungschef Andreas Bovenschulte noch in guter Erinnerung. Vor 14 Monaten hatten sich die Teilnehmer in der KGS Leeste für eine Eisdiele in Leeste stark gemacht. Jetzt kommt sie. „Die Gemeinde kann selbst keine betreiben“, sagt Timmermann. Umso mehr freut sie sich, dass ein privater Investor ein solches Unternehmen ansiedelt.

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