200 Zuhörer erleben im Gotteshaus kontrastreiches Programm

„Music Night“: Hitze im Freien – Kühle in der Kirche

Gleich drei Formationen sorgen im Kirchenschiff für Wohlklang. - Foto: U. Goldschmidt

Kirchweyhe - Von Uwe Goldschmidt. Zum siebten Mal hatte die Felicianuskirche zu einer „Music Night“ eingeladen. Dem Aufruf folgten am Freitagabend mehr als 200 Gäste. Sie erlebten im Kirchenschiff ein kontrastreiches Programm, das drei gut aufgelegte Ensembles präsentierten.

Während im Freien die Hitze regierte, konnten sich die Weyher in der Kirche abkühlen und sich zunächst von den Ergebnissen der intensiven Probenarbeit der Gruppen überzeugen. Die musikalische Eröffnung übernahm der Gospelchor unter Leitung von Kantorin Elisabeth Geppert. Sie hatte bereits vor fast einem halben Jahr mit den Proben für die neuen Stücke des Konzerts begonnen. Nur von Percussionklängen begleitet, gespielt von Sascha Barasa Suso, betraten die Sänger die Bühne für ihrem ersten Titel „Sana, Sananina“. Dieser ausdrucksstarke afrikanische Gospelsong hat seine Wurzeln in dem Ruf „Hosanna“ und stammt aus Botswana und ist zu einem Chor-Hit geworden. Mit Ausdruckskraft sangen die Choristen diesen fesselnden Song und begleiteten ihn gestenreich.

Nach der launigen Begrüßung durch Gerd Wetjen, der abwechselnd moderierte und Tuba spielte, legten sich die Sänger mit weiteren Titeln ins Zeug. Darunter auch neue Songs wie „Home In The Rock“, „What A Wonderful World“ oder „Down by the Riverside“. Letzterer begeisterte das Publikum nicht zuletzt durch die Tempiwechsel. Zunächst langsam und tragend gesungen, mit eng gesetzten Harmonien am Klavier von Nadine Remmert begleitet, nahm der Chor an Fahrt auf, bis am Ende die Besucher mitklatschten und den vertrauten Refrain mitsangen.

Hatte sich der Posaunenchor auf dem Weinfest in Weyhe noch mit volkstümlicher Musik präsentiert, standen zunächst zwei klassische Werke auf dem Programm. Mit ausladenden Armbewegungen und ganzem Körpereinsatz dirigierte der musikalische Leiter, Oscar Alemany, seine Mannschaft. Zunächst intonierten die Bläser die „Festliche Intrada“ eine zeitgenössische Komposition von Thomas Rieger, die auch beim Deutschen Evangelischen Posaunentag in Dresden von mehreren Tausend Bläsern gespielt wurde. Begeisterten Applaus bekamen sie auch für die Sonate in vier Sätzen von Johann Christoph Pepusch (1167-1752). Bereits nach dem Eröffnungssatz im langsamen Tempo, applaudierten einige Zuhörer, bevor sich nach dem schnelleren, kontrastierenden Presto im vierten Satz die Anspannung der Zuhörer in begeistertem Beifall löste.

Als dritte Formation reihte sich die Dixieland-Band „School House Seven“ in das Programm ein. Mit klassischen Jazzstücken wie „The preacher“ oder dem „C-Jam Blues“ heizten die Jazzer um Bandgründer Berthold B. Kollschen die Stimmung in der Kirche an. In der klassischen Dixielandbesetzung wechselten sich die enthusiastischen Musiker mit Soli ab und lockerten ihre Stücke mit Gesangseinlagen auf.

Die Pause nutzen die Gäste um sich mit gekühlten zu erfrischen. Im zweiten Teil des Konzertes traten alle Gruppen noch einmal auf, wobei nun leichtere musikalische Kost dominierte. Besondere Beachtung fand dabei der Titel „What a wonderful World“, gesungen vom Gospelchor. „Wenn das Louis Armstrong gehört hätte“, meinte Gerd Brünig, „der hätte gesagt: das könnt Ihr auch“. Nach dem der Posaunenchor unter anderem mit „Wunderland bei Nacht“ noch einen Abstecher in die Schlagerwelt unternommen hatte, verabschiedeten sich alle Gruppen gemeinsam mit dem Song „This little light“. Der Abschied musste jedoch aufgrund der geforderten Zugabe zunächst verschoben werden. Erst nach dem Dixielandklassiker „Icecream“, den auch die Gäste lautstark mitsangen und mitklatschten, durften die Musiker ihr Konzert beenden.

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