Bilder von Brigitte Schumacher

Ein Motiv mit wechselnden Nuancen

Bis zum 30. Oktober zeigt Brigitte Schumacher ihre Arbeiten in der Wassermühle in Sudweyhe. - Foto: Husmann

Suweyhe - Von Dagmar Voss. Unter dem weit gefassten Titel „Farben der Liebe“ präsentierte am Sonnabendnachmittag die Bremer Künstlerin Brigitte Schuhmacher eigene Malerei und Objektkunst in der Wassermühle. „Sehr schön farbenfroh ist es“, fasste Weyhes Kulturbeauftragte Tina Fischer ihren Eindruck während der Vernissage zusammen.

Tatsächlich strahlen die Mehrzahl der Bilder und Objekte in leuchtenden Farben von Orange-Gelb bis Blau, mal in eher wirklichkeitsnahen Motiven, manches aber auch weniger figurativ bis zu gänzlich abstrakt. Kantig-harte Linien und weiche Kurven, Torsi und andere gegenständliche Darstellungen sind zu sehen. Häufig hat die Kunstschaffende bei ihren Arbeiten neben Farben in einer Spachtel- und Collage-Technik auch andere Materialien verwendet. So bei dem orange-gelb glänzenden „Heart in Space“, das sie mit Blüten „Garniert“ hat. Neben ihren Kompositionen sind Kunstobjekte aus Filmdosen ausgestellt. Auf etlichen der Collagen aus Filmkassetten und -rollen hat die Malerin mit dem Künstlernamen „ZOE“ kleine Bilder, etwa Ausschnitte aus den Filmen, aufgebracht.

Für die Laudatorin, Kunsthistorikerin Petra Dzudzek-Edler, ist „ein wichtiger Aspekt im Schaffen die Entwicklung eines Alleinstellungsmerkmals.“ Das sei Schumacher gelungen mit der „künstlerischen Neuentwicklung durch die Verwendung von Super-8-Filmen und den dazugehörigen Kassetten in Bildcollagen und Objekten mit dem Titel ‚Lebenstreifen Nr. 1-3’“.

Ebenfalls eher figurativ kommt die „Begegnung IV“ daher. Da lassen sich auf dem großformatigen und farbintensiven Gemälde über der Treppe, das sofort beim Betreten des Raumes die Blicke auf sich zieht, zwei wenig bekleidete Damenrücken erkennen. Es entsteht fast eine Täuschung, als ob sie sich tatsächlich über das Treppengeländer der Mühle beugen.

In ihrer Laudatio ging Dzudzek-Edler auf einige der Werke näher ein. Beispielsweise auf das „Träume“, auf dem ein schlafendes Porträt, leicht unscharf hinter Schleiern, zu sehen ist. „Träume gehören ebenso zur Liebe und damit zum Leben.“ Inspirieren ließ sich die Künstlerin durch ein Gedicht von Nico Bleutge, „Schlaf II“.

Seit 1992 arbeitet die Künstlerin in Aquarell- und vielschichtiger Spachtel- und Collagetechnik. „Malerei ist primär Farbe“, sagte Schumacher. Die größte Leistung liege darin, ein einziges Motiv in ständig veränderten Nuancen zu zeigen. Ihre künstlerische Herausforderung sei es, die Balance zwischen individueller Reflexion und der Erkenntnis über mögliche Lösungen in ihren Bildern darzustellen.

„Kunst hat für mich die klare Tendenz, sich einer eindeutigen sprachlichen Erfassung zu entziehen. Dem können sich Journalisten durchaus anschließen – daher gilt die Empfehlung: Einfach mal selbst in die Ausstellung gehen. Sie ist noch bis zum 30. Oktober sonnabends, 15 bis 18 Uhr, sowie sonn- und feiertags, 11 bis 17 Uhr, zu sehen.

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