„Theater pur“ feiert seine Premiere

Mörderische Spannung in der KGS

Das „Theater pur“ feiert Premiere mit dem Stück „Der Fluch der 2 Schwestern“. - Foto: Ehlers

Leeste - Von Angelika Kratz. Mordsmäßig gut haben die Akteure vom „Theater pur“ bei der Premiere des neuen Kriminalstücks im Forum der KGS Leeste am Sonnabend Spannung aufgebaut. Neben Angstschweiß und Blut flossen jedoch auch die Lachtränen bei der Aufführung von „Der Fluch der 2 Schwestern“.

Die Weyher Theaterleute haben sich zum zweiten Mal ein Stück quasi auf den Leib geschrieben und hatten dadurch keine Probleme mit komplizierten Urheberrechten. Alle Mitglieder brachten sich ein und verliehen den Rollen dadurch einen ganz persönlichen Stempel. Und der passte, wie die große Anhängerschar vom „Theater pur“im gut besetzten Forum kommentierte.

Als sich der rote Bühnenvorhang mit fünfminütiger Verspätung zur Klaviermusik vom Band öffnete, zeigte sich der Blick auf ein durchaus passables Wohnzimmer eines Ferienhauses. Dort sollte die nach einigen Arbeitsunfällen angeschlagene Hollywood-Diva Cathrin MacKenzie (Irene Häseker) ihr inneres Gleichgewicht und somit auch den gesicherten Verdienst ihres Managers Andrew Fletcher (Christian Haase) wiedererlangen.

Der Verwalter des paradiesisch gelegenen Hauses war gleichzeitig der Arzt Dr. Cole (Janis Häseker) aus dem benachbarten Dorf und versprach Beruhigung in vielseitiger Hinsicht. Manager Fletcher ließ die Champagnerkorken knallen, als die für ihn gewinnbringende Cathrin endlich eintraf. „Ich regel alles für dich“, versprach Fletcher, den das Publikum gut hörbar als „Schleimer“ betitelte. Das Licht flackerte bedrohlich, als ein Gesicht durchs Fenster schaute. Es klappte zwischen den Ebenen mit dem Spannungsbogen und genau dem nötigen kleinen Abstand eines tollen Krimiabends.

Der sorgte nicht nur mit dem gruseligen Gesicht des Stalkers (Harald Köhrman) für Gänsehaut. Nervig gestaltete sich der örtlich Bürgermeister Mr. Sneider (Jörg Herrmann). Der hatte trotz aller versprochener Diskretion die Medien auf den großen Star Cathrin angesetzt. Auch deren größte Konkurrentin Glenda Perkins (Margret Hermes) aus dem Showgeschäft hatte Wind vom Erholungsort ihrer Erzfeindin bekommen. Lia (Alina Astl) aus Deutschland verdiente sich ihr Auslandsjahr als nicht gerade ambitionierte Putzfrau im Ferienhaus und sorgte bei Cathrin für weiteren Stress. Als Licht am dunklen Himmel erschien Linsey Walker (Ludowika Kattner), die Cathrin bei einer Autopanne half.

„Das geht nicht gut, der schnüffelt zu viel, die macht ihn platt“, spekulierten die begeisterten Gäste in der Pause. Unter denen waren viele junge Leute, die in irgendeiner Art und Weise mit dem „Theater pur“ bekannt, verbandelt oder befreundet waren. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, auch mitzuspielen“, war von einer jungen Frau zu hören.

Die Handlung verlief im wahrsten Sinne des Wortes mörderisch. „Wer bleibt da noch über?“, fragte eine Stimme aus dem Publikum.

Das wird nicht verraten, denn das turbulente Kriminalstück mit toll agierenden Schauspielern soll seine Spannung auch bei den folgenden Aufführungen behalten.

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