Martin Baschta leitet die KGS Kirchweyhe

„Mein Herz schlägt Grün-Weiß“

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Für Martin Baschta spielt Fußball eine wichtige Rolle im Leben. 

Kirchweyhe -Von Sigi Schritt. Seit einem Monat leitet Martin Baschta die Geschicke der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Kirchweyhe und hat bereits ein Großprojekt vor der Brust: die neu eingeführte integrative Eingangsstufe, eine Art runderneuerte Orientierungsstufe. Der 40-Jährige ist der Nachfolger der vor den Sommerferien in den Ruhestand gegangenen Direktorin Karin Busch, die für die neue Eingangsstufe die Weichen gestellt hatte. Er sei in der Pflicht, „das Projekt so gut wie möglich“ zu verwirklichen.

Der promovierte Pädagoge, der die Fächer Sport und Hauswirtschaft unterrichtet, trinkt lieber Tee, statt Kaffee und fühlt sich bereits in der Schule heimisch. Er hatte diese Bildungseinrichtung einmal im Rahmen einer Beratungstätigkeit für das Kultusministerium besucht und spontan gesagt: „Wenn ich noch einmal wechseln würde, dann nach Weyhe.“ Gesagt, getan. Es gab zwar mehrere Interessenten für die Stelle, doch er war der einzige offizielle Bewerber. Er dankte seiner Vorgängerin, die „eine brillante Übergabe“ organisiert hat. „Ich finde alles. Ich muss nur einen Ordner aus dem Schrank ziehen.“

Er sei herzlich von den Schülern, Lehrern und Eltern empfangen worden. „Wenn ich mir das Gebäude und die Ausstattung anschaue, habe ich ebenfalls den Eindruck, dass die Gemeinde als Schulträgerin viel für ihre Einrichtungen tut.“ Baschta zieht ein erstes Fazit: „Ich komme gerne hierher.“

Sehr weit muss er nicht fahren, denn er wohnt mit seiner Frau und seinen Kindern (4 und 8 Jahre) in Bremen-Horn und benötigt nach eigenen Angaben mit dem Auto nur 25 Minuten, um in die Wesergemeinde zu kommen.

Jetzt hat die KGS also einen ambitionierten Sportlehrer an der Spitze, der Entscheidungen nicht einsam, sondern eher im Rahmen der Dienstbesprechungen – im Team – nach einer Diskussion fällt. Derzeit sind an der Schule in den drei Schulzweigen für die Jahrgänge fünf bis zehn 70 Lehrer beschäftigt, die 37 Klassen mit 784 Schülern unterrichten. Die Sprachförderlerngruppen sind in dieser Aufzählung dabei, sagt er.

Mit der Unterrichtsversorgung sei er zufrieden. Er habe erst kürzlich die konkreten Zahlen ins Ministerium geschickt. „Dort werden sie bewertet, bevor eine Prozentangabe offiziell bekannt gegeben wird.“ Er sieht sich als Pragmatiker: Sollte es einmal Probleme geben, will er sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln lösen.

Fußball mit Werten wie Fairness, Teamarbeit und Leistungsbereitschaft spielt außerdem eine wichtige Rolle in seinem Leben. „Mein Herz schlägt Grün-Weiß“, sagt er. Jetzt leidet er als Fan mit den Bundesliga-Kickern mit, die gegen Bayern München den Start in die Bundesliga verpatzt haben.

Zwar spielt der neue KGS-Direktor privat nicht bei Werder Bremen Fußball, dafür aber bei TV Eiche Horn. Bei Werder war er zwischen 2007 bis 2009 Co-Trainer der B-Juniorinnen und hatte Spielerinnen wie die Bundesliga-kickerin Cindy König trainiert.

Martin Baschta, geboren 1975 in Bremen-Nord, ist im Ortsteil Rönnebeck aufgewachsen. Er studierte an der Uni Bremen und promovierte dort auch über Sport. Das Referendariat absolvierte er ebenfalls in der Hansestadt.

Der Bremer war mehrere Jahre als Lehrer am Schulzentrum Obervieland beschäftigt, einer Schule mit sportlichem Profil. Dort knüpfte er ebenfalls eine Beziehung zu Werder. Denn er habe Spieler aus dem Stadion-Internat unterrichtet. „Dort war auch Aaron Hunt (ehemals Werder Bremen, jetzt HSV, Red.) Schüler“, sagte er.

Baschta war zudem Lehrbeauftragter an der Universität Bremen, Fachbereichsleiter für Sport und außerunterrichtliche Angebote an der KGS Waldschule in Schwanewede. Zusätzlich war er in den vergangenen fünfeinhalb Jahren als Fachberater und hatte die Hälfte der insgesamt 135 integrierten und kooperativen Gesamtschulen gesehen.

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