Leester Schüler wollen Flüchtlingen helfen und engagieren sich vielfältig

Großer Flohmarkt in der KGS

Diese Schüler bilden einen Teil der Flüchtlingshilfe-AG und werben für den Flohmarkt. Die Lehrer Aljoscha Riehn, Jens Kahrs, Antje Mühlenstedt-Meko und Nora Tarchahani (nicht auf dem Bild) betreuen die engagierten Mädchen und Jungen.
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Diese Schüler bilden einen Teil der Flüchtlingshilfe-AG und werben für den Flohmarkt. Die Lehrer Aljoscha Riehn, Jens Kahrs, Antje Mühlenstedt-Meko und Nora Tarchahani (nicht auf dem Bild) betreuen die engagierten Mädchen und Jungen.

Leeste - Von Sigi Schritt. Die angehenden Abiturienten um Kea Hinsch, Jule Kultermann, Lea Schröder und Lena Hilgenfeldt wollen für Sonntag, 13. März, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr im unteren Flur der Leester KGS einen großen Flohmarkt organisieren. Er richtet sich an alle Bürger. Die Organisatoren sind Mitglieder der etwa 50-köpfigen Flüchtlingshilfe-Arbeitsgemeinschaft, die zahlreiche Projekte auf die Beine stellt, um unter anderem Geld- und Sachspenden zu sammeln.

Deshalb hoffen die Oberstufenschüler auf eine große Resonanz in der Weyher Bevölkerung. Die Veranstaltung habe kein besonderes Motto, sagen sie, deshalb können die Interessenten alles anbieten. Die KGS-Schüler fordern von den Standbetreibern lediglich vier Euro pro laufendem Meter und von den Besuchern mindesten einen Euro als Spende. „Nach oben ist der Betrag offen“, so Jule Kultermann. Mit dem eingenommenen Geld möchte die Projektgruppe speziell Flüchtlingskinder unterstützen, die in Erichshof die Ganztagsgrundschule besuchen. „Es sind etwa 30 in allen Jahrgängen“, ergänzt Lea Schröder. Die Abituriente hatten bereits Lernmaterial zusammengestellt, andere aus der AG geben Nachhilfe, aber es fehlt diesen Erst- bis Viertklässlern an Büchern und Alltagsgegenständen wie Brotdosen und Sportbeutel, sagt die 17-Jährige aus Sudweyhe. Sie und ihre Mitstreiterinnen hoffen auf möglichst hohe Einnahmen. Deshalb bieten sie auch ein Kaffee- und Kuchenbüfett an und bestücken einen eigenen Stand. Flüchtlinge dürfen sich im gewissen Rahmen jedoch gratis bedienen.

Wer gut Erhaltenes abzugeben hat, kann das an jedem Donnerstag ab 13.20 Uhr im kleinen Forum tun. Dort trifft sich die AG. „Wir benötigen dringend gebrauchte Räder aller Größen, die möglichst instand sind“, berichteten die Mädchen. Allerdings hoffen sie auch, einen technisch versierten Bürger zu finden, der Räder überprüft und bei Bedarf auch die eine oder andere Reparatur vornimmt. „Wenn der Flohmarkt gut läuft, gibt es eine Fortsetzung“, kündigen die Schüler an.

Einen Nebeneffekt habe die Projektarbeit bereits jetzt. Da sich in der AG ab der neunten Klasse alle Jahrgänge schulzweigübergreifend beteiligen, würde der Zusammenhalt gestärkt, ergänzen die Schülerinnen. So bieten verschieden Gruppen Hausaufgabenhilfen für Flüchtlinge an, bringen ihnen Deutsch bei, basteln, reparieren Fahrräder – um Beispiele zu nennen. Die angehende Abiturientin Lena Hilgenfeldt (16) aus Sudweyhe hat bereits junge Flüchtlinge kennengelernt: „Sie wollen unsere Sprache lernen und Sport treiben“. Die jungen Männer aus dem Sudan hätten zudem einen wissbegierigen Eindruck gemacht.

Wer Sachspenden abgeben möchte, Fragen hat, oder sich für den Flohmarkt anmelden möchte, kann sich an die Gruppe per E-Mail an flohmarktfuerfluechtlinge@web.de wenden.

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