70 Jahre Boxring 46 Kirchweyhe

Lebendiges Beispiel für Integration und gegen Rassismus

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Sportliche und politische Prominenz gratulieren dem Vorsitzenden des Boxrings, Hans-Rüdiger Förster (l.) zum 70. Vereinsbestehen: (v.l.) Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Burkhard Schröder (Präsident des niedersächsischen Boxsportverbands), Jürgen Kyas (Präsident des deutschen Boxverbands) und MdB Axel Knoerig, stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbunds.

Kirchweyhe - Von Heiner Büntemeyer. „Das Engagement das Boxrings 46 Kirchweyhe geht weit über das hinaus, was man von einem Sportverein erwarten kann“, lobte Bürgermeister Andreas Bovenschulte den BR 46 jetzt bei der Feierstunde zum 70. Geburtstag in der Leester KGS-Sporthalle.

Welche Wertschätzung der Club genießt, zeigte sich auch daran, dass nicht nur Weyhes Verwaltungschef, sondern auch der stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes Diepholz, der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig sowie der Präsident des niedersächsischen Boxsportverbandes, Burkhard Schröder, und sogar der Präsident des deutschen Boxsportverbandes Jürgen Kyas gekommen waren, um zu gratulieren.

Der Vorsitzende Hans-Rüdiger Förster erinnerte vor mehr als 100 Gästen an die wechselvolle Geschichte des Vereins, der zunächst in Dreye im „Krug zum Grünen Kranze“ residiert hatte und in den ersten Nachkriegsjahren einige hervorragende Boxer wie Helmut Clausen, August Rathmeyer und Heinrich Schierenbeck hervorgebracht hatte. 

Lothar Irmer, Werner Vöge, Heinz Bünger und Frank Großer hatten die Tradition fortgesetzt. Aber danach war der Verein in einen „Dornröschenschlaf“ gefallen, aus dem ihn 1996 Rüdiger Förster und einige Mitstreiter wiedererweckt hatten. Auch sportliche Erfolge stellten sich wieder ein. Ein Höhepunkt war die Teilnahme von Nicole Ploghöft an den ersten Damen-Europameisterschaften, bei denen sie das Viertelfinale erreichte.

„Andere reden von Integration, ihr lebt sie“

Rüdiger Förster und sein Trainer- und Vorstandsteam erkannten, dass der Boxsport eine ganz besondere Rolle bei der Integration ausländischer Mitbürger spielen kann, und sie engagierten sich.

Sie beteiligen sich am „Runden Tisch gegen Rechts“, richteten in der KGS-Arbeitsgemeinschaften ein und kümmerten sich, in Absprache mit den Lehrern, auch um die weitere außerschulische Betreuung von Schülerinnen und Schülern.

Belohnt wurde dieses Engagement durch den Deutschen Olympischen Sportbund, der den Boxring von 2007 bis 2012 regelmäßig als „Stützpunktverein Integration durch Sport“ auszeichnete. 2015 erhielt der Verein den Silbernen Stern des Sports, und 2012 wurde Rüdiger Förster die Verdienstmedaille des Landes Niedersachsen verliehen.

Bovenschulte bedankte sich bei Förster. Der Boxring 46 sei aus Weyhe nicht wegzudenken, sein Beitrag für Integration und gegen Rassismus sei vorbildlich, so Bovenschulte.

„Andere reden von Integration, ihr lebt sie“, erklärte Knoerig, der als ehemaliger Boxer den BR 46 viele Jahre begleitet. Unter den Gästen begrüßte er auch Tine Förster sowie den ehemaligen Trainer Klaus-Dieter Feldmann und den alten „Recken“ Lothar Irmer, den er gemeinsam mit seiner Frau für drei Tage nach Berlin einlud.

Die Präsidenten der Boxverbände wiesen darauf hin, dass Boxen schon lange keine Trendsportart mehr ist und dass allein deshalb schon Vereine wie der Boxring 46 benötigt würden.

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