Glanzvolle „Elias“-Darbietung verzückt Publikum in der Felicianuskirche

Hörgenuss vom Feinsten dank des „Juwels“ Geppert

Die Felicianuskantorei führt in der Kirchweyher Kirche unter der Gesamtleitung von Elisabeth Geppert das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Begleitet wird das Ensemble von Musikern der „Kammer Sinfonie Bremen“ und Gesangssolisten: (v.l.) Henryk Böhm (Bass), Clemens C. Löschmann (Tenor), Geneviève Tschumi (Alt) und Mi-Young Kim (Sopran). - Foto: Jysch

Kirchweyhe - Von Rainer Jysch. Wieder einmal ist es Kantorin Elisabeth Geppert mit den rund 70 Mitgliedern der Felicianuskantorei, verschiedenen Gesangssolisten und dem Ensemble der „Kammer Sinfonie Bremen“ in hervorragender Weise gelungen, ein grandioses Musikwerk aufzuführen.

Nach monatelangen Proben stand am Sonntagabend in der Felicianuskirche das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Die rund 500 Besucher konnten sich an 140 Minuten Musik und Gesang auf höchstem Niveau erfreuen, dankten mit langem, stürmischem Applaus und Ovationen.

Die Akteure boten unter Gepperts Gesamtleitung eine glanzvolle Darbietung, der es an nichts mangelte: herausragende stimmliche und musikalische Leistungen sorgten für einen Hörgenuss vom Feinsten. Zweifellos würde die Aufführung in dieser Qualität auch den Ansprüchen in den Konzertsälen europäischer Metropolen gerecht werden.

Allen voran gelang dem stimmgewaltigen Chor mit akkurat abgestimmten Nuancen ein wunderbares Zusammenspiel mit den herausragenden Leistungen der virtuos auftretenden Gesangssolisten: Mi-Young Kim (Sopran), Geneviève Tschumi (Alt), Clemens C. Löschmann (Tenor) und Prof. Henryk Böhm (Bass). Nicht unerwähnt bleiben sollen an dieser Stelle die tadellosen Stimmen von Cora Stolper (Sopran II), Despina Koustoulidi (Alt II), Jonathan Harjes (Tenor II) und Alexander Schuhmann (Bass II). Auch der erst 13-jährige Benjamin Malcom, der den Knabenpart von der Kanzel lieferte, erfreute das Publikum mit seinem Gesang.

Für Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 bis 1847) bildet das Oratorium um den biblischen Propheten Elias einen Gipfelpunkt seines Schaffens und zählt zu seinen bekanntesten Werken. Das Oratorium kann es durchaus mit Händels „Messias“ aufnehmen, das die Felicianuskantorei vor einem Jahr an gleicher Stelle mit einer ebenso brillanten Aufführung präsentiert hatte. Die Oratorien mit ihren menschlich-dramatischen Ereignissen, sind ja eigentlich verkappte Opern mit christlichem Inhalt.

Zehn Jahre hatte Felix Mendelssohn Bartholdy an dem Elias-Stück gefeilt, bevor es ein Jahr vor seinem Tod in Birmingham uraufgeführt werden konnte. Mendelssohn war von der Gestalt des Elias fasziniert, den er als stark, eifrig, aber auch böse, zornig und finster empfand. Die Geschichte um den Propheten spielt im neunten Jahrhundert vor Christus. Der Zugang zu diesem Werk gerät indes aufgrund des geradezu martialischen Textes mitunter schwierig, was dem musikalischen Hörgenuss jedoch in keiner Weise entgegenstand.

Ein offenbar auswärtiger Gast brachte es mit seiner Begeisterung für die Aufführung auf den Punkt: „Wisst ihr eigentlich, welch ein Juwel ihr mit eurer Kantorin habt?“ Antwort des Weyher Besuchers: „Ja, einige wissen das, den anderen muss man es noch sagen.“

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