Deutschlandpremiere in Kirchweyhe

Heimspiel für Peter Fabel

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Die „gläserne“ Glocke des Strokkur, ein sehr aktiver Geysir. Festgehalten mit einer schnellen Belichtungszeit.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Seit einem Vierteljahrhundert bereist Peter Fabel nordische Länder. Der ehemalige Bundeswehroffizier mit Weyher Wurzeln ist bekannt für seine aufwendigen Bild- und Film-Reportagen über Land und Leute. Die Bilder seiner neuesten Reise präsentiert Fabel im Rahmen einer Kooperation mit der Volkshochschule am Donnerstag um 19 Uhr in der KGS Kirchweyhe unter dem Titel „Island – Feuerinsel am Polarkreis“.

Der 49-Jährige führt in jährlich bis zu 70 Vorträgen Zuschauer in die entlegensten Regionen der Erde: in die nördlichen Breiten wie Grönland und Lappland, aber auch in die Mongolei und auf eine Tour mit der Transsibirischen Eisenbahn.

In diesem Jahr war er mit seiner Frau Mareike von Ende Mai bis Mitte September auf Island unterwegs. „Auch nach fast 30 Reisen gibt es immer spannende Touren“, sagt er. Ein Großteil der 300 Bilder, die in Weyhe zu sehen sind, stammen von der neue Reise. Fabel garniert sie mit Filmsequenzen, Tönen und Interviews von Einheimischen. Isländisch könne er nicht sprechen, aber dafür seine Frau.

„Mareike habe ich 1996 auf einem Vulkan kennengelernt. Sie absolvierte damals ein Praktikum fürs Tierarztstudium. Sie übersetzt jetzt“, berichtet Fabel.

Der Journalist und Buchautor freut sich auf die Premieren, denn der Weg führt ihn zurück in die Heimatgemeinde, in der er 1988 sein Abitur gebaut hatte. „Es sitzen im Publikum Verwandte und Freunde. Sie treffen auch meine Frau, mit der ich seit einem Jahr verheiratet bin.“

Auf den Spuren von Jules Verne

In dem zweistündigen Vortrag wandelt Fabel unter anderem auf den Spuren von Jules Verne: „Wir haben den vergletscherten Vulkan Snaifellsjökull zur Sommersonnenwende bestiegen. Hier ist im Roman ,Die Reise zum Mittelpunkt der Erde’ die kleine Expedition um den Hamburger Professor Lidenbrock in den Krater gestiegen. Wir haben zwar nicht wie er den Mittelpunkt der Erde erreicht, aber es war eine abenteuerliche Tour mit einer seltsamen Wendung.“

Außerdem war Fabel auf einem Vulkansee im Hochland unterwegs. „Auf über 1000 Metern Höhe bin ich nahe dem kochenden Wasser gepaddelt. Ein irres Gefühl. Zwei deutsche Wissenschaftler sind hier 1907 verschollen, als sie versuchten mit einem Faltboot den See zu erkunden. Seit meinem letzten Versuch hat sich hier viel geändert.“ Ein Sturm hat laut Fabel im Sommer 2014 die Landschaft und den See neu geformt und vieles verändert.

Außerdem bekam Fabel einen Urenkel eines Mannes vor die Kamera, der bei der Rettungsaktion für die deutsche Expedition dabei war. Das kurze Interview hat er übersprochen.

Auf der 3,5 Monate langen Tour haben Peter und Mareike Fabel auch bei isländischen Freunden den traditionellen Schafabtrieb mitgemacht. Jedes Jahr im Herbst müssen die Schafe aus dem Hochland in die Täler. Dazu treffen sich Nachbarn und Freunde und geleiten die Tiere mit Pferden und Geländewagen zu ihren Höfen. Dort werden die Vierbeiner selektiert und auf die Besitzer aufgeteilt.

Aber auch das berühmte Aschemonster mit dem scheinbar unaussprechlichen Namen, der Eyjafjallajökull, will der Buchautor auf seiner sechs Meter breiten Leinwand noch einmal zum Leben erwecken. Wer seine beiden Islandreportagen kennt, wird viel Neues über die Menschen und das Land entdecken, kündigt er an.

Der Eintritt an der Abendkasse beträgt zehn Euro.

Weitere Informationen im Internet:

www.PeterFabel.de

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