Kultusministerin Frauke Heiligenstadt in Weyhe

Erst zur Besichtigung, dann zur Grillfeier

Frauke Heiligenstadt schaut dem Auszubildenden Aron Vogt bei der Firma „Schütze Apparatebau“ über die Schulter. Er bearbeitet mit einer Fräse ein Bauteil aus Metall. Der Weyher SPD-Chef Herbert Goldack und die Ratsvorsitzende Astrid Schlegel begleiten die Ministerin. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die niedersächsische Kultusministerin (SPD) Frauke Heiligenstadt hat sich am Montag in das goldene Buch der Gemeinde eingetragen. Auf Einladung des örtlichen SPD-Verbands besuchte die Ministerin unter anderem die Firma Schütze Spritztechnik in Dreye. Auf ihrem einstündigen Rundgang durch das Unternehmen sprach sie mit den drei Auszubildenden Aron Vogt, Timo Wetjen und Niklas Siemer über die duale Ausbildung und schaute ihnen bei der Arbeit über die Schultern.

Die Firma stellt mit ihren knapp 50 Mitarbeitern Düsen und Anlagen für die Industrie insbesondere für Automobilbau-Zulieferer her, damit diese Klebstoffe und Trennmittel verarbeiten können.

Auf ihrer weiteren Stippvisite in der Wesergemeinde sprach sie im Rathaus mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Später traf Heiligenstadt im SPD-Haus an der Hauptstraße auf Sozialdemokraten aus Weyhe und Stuhr und nahm im Anschluss an einer Grillfeier teil. Dabei stellte Frank Seidel der Ministerin die Pläne zur Sanierung der KGS Leeste in einem Rutsch vor. Die 50-Jährige lobte den Schulbauträger, ein neues pädagogische Konzept in den Umbau einzuarbeiten. Sie machte in den Bauzeichnungen schnell die geplanten Differenzierungsräume in den Jahrgangsköpfen des Gebäudes aus und sprach über das Thema Inklusion.

Die Kultusministerin betonte dass die Landesregierung das sogenannte Inklusionsfolgegesetz auf den Weg gebracht hat. „Dafür werden jährlich 30 Millionen Euro bereitgestellt.“ Diese Summe sei mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart. Davon bekämen die Landkreise zehn Millionen, weil sie auch die Inklusionsassistenten stellen, und die Summe von 20 Millionen werde unter den Schulträgern je nach Zuschussbedarf aufgeteilt. Die Summe in Höhe von 832.000 Euro sei in den Kreis Diepholz geflossen.

Damit die Inklusion funktioniere, müsse sich gesellschaftlich etwas ändern. Das gehe nicht von heute auf morgen. „Es muss nicht sofort perfekt sein.“ Auch unter den Kindern gebe es Mobbing, räumt die Ministerin ein. Doch es komme darauf an, so früh wie möglich soziale Kompetenzen zu erlangen. „58 der Eltern von Kindern mit Unterstützungsbedarf wählen eine integrative Schule.“

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