Chorvereinigung Leeste feiert 140-jähriges Bestehen 

Eines der ältesten Ensembles in der Region

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Freuen sich auf das Konzert aus Anlass des 140-jährigen Bestehens der Chorvereinigung Leeste: Die Vorstandsmitglieder Maria-Luise Schott (links) und Barbara Groeneveld (rechts), der Ehrenvorsitzende und Senior des Chors, Gerhard Wehner, und „Chorküken“ Natascha Baumann. 

Leeste - Von Heiner Büntemeyer. Die Chorvereinigung Leeste wird in diesem Jahr stolze 140 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag mit einem Konzert. „Grenzenlos“ lautet der Titel des Auftritts, der am Sonnabend, 10. September, um 19 Uhr in der KGS Leeste über die Bühne geht.

Damit ist die Chorvereinigung Leeste einer der ältesten Chöre der Region. Gerhard Wehner, inzwischen 95 Lenze jung, ist der älteste Sänger, und wenn er erzählt, dann zeigt es sich, dass die Chorvereinigung auch deshalb so lange besteht, weil die Sängerinnen und Sänger bereit waren, neue Wege zu beschreiten und dass sie rechtzeitig neue Trends erkannten, ohne jedoch darüber die Freude am gemeinsamen Gesang und den Spaß an der Geselligkeit zu vernachlässigen.

Allerdings gab es nach Aussage von Gerhard Wehner 1964 eine Krise. Der Vorsitzende Fritz Lühmann kandidierte nicht wieder für den Posten. Niemand war bereit, die Nachfolge zu übernehmen. Obgleich damals schon zwei Drittel der Mitglieder Frauen waren, galt es als ungeschriebenes Gesetz, dass der Vorsitzende ein Mann zu sein hatte. Schließlich ließ sich Gerhard Wehner zunächst für ein Jahr wählen. Am Ende wurden daraus 28 Jahre. Er hat es nicht bereut und ist stolz darauf, dass ihn die Mitglieder zum Ehrenvorsitzenden ernannten.

Wehner erinnert sich auch daran, dass bis in die 1970er-Jahre die Herren mit Schlips und Kragen zu den Proben kamen. „Ich möchte nicht sagen, dass es schlechter oder besser geworden ist“, überlegt der 95-Jährige, „es ist nur einiges anders geworden“. Als Beispiel verweist er auf die Altersstruktur. „Als ich Mitglied wurde, gab es im Chor nur wenige Rentner.“

Seit 2004 leiten der Formation zwei gleichberechtigte Vorsitzende. Das habe sich bewährt, erklären Maria-Luise Schott und Barbara Groeneveld, die das „Tandem“ Birgitta Ziesecke/Dr. Bernd Falke in der Vorstandsarbeit unterstützen.

Offenbar spielt das Alter beim Singen keine Rolle, denn der Senior Gerhard Wehner ist 51 Jahre älter als Natascha Baumann, die jüngste Sängerin. Gemeinsam proben sie für das große Konzert. Dirigent Henning Oppermann ist unerbittlich. Er hat den Song von Monty Python, „Always look on the bright side of life“, in kleine Häppchen zerlegt, die die einzelnen Stimmen proben. Der Chor arbeitet aufmerksam mit. Und dafür gibt es auch das verdiente Lob von ihm.

Er hat das Konzertprogramm so konzipiert, dass darin auch die gesangliche Vielfalt des Ensembles zum Ausdruck kommt. Das Repertoire reicht querbeet von Mozart über Abba bis Hubert von Goisern. Auch die vielen Konzertreisen zum Beispiel nach Island und Neuseeland sowie die unvergessene Leiterin Silke Oskarsson haben darin Spuren hinterlassen.

Innerhalb der Gruppe haben sich Freundeskreise entwickelt, die privat etwas unternehmen, die aber auch gemeinsam singen. Es gibt kleinere „Abteilungen“ wie „Sixpack“ und „Passionata“ und es gibt den „kleinen Chor“, der schon eine Stunde früher mit der Probe beginnt als die übrigen Sänger. Die „Leester Schlickrutscher“ sind ebenfalls aus der Chorvereinigung hervorgegangen.

Die Besucher können sich bei freiem Eintritt auf ein Konzert der Extraklasse freuen, das die Chorvereinigung Leeste seinen Geburtstagsgästen schenkt.

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