Viele Gäste beim interkulturellen Familien- und Bahnhofsfest in Kirchweyhe

Eine Gemeinde feiert ihre Eisenbahnertradition

Das lange Zeit gute Wetter erlaubt einen ausgedehnten Bummel über die Festmeile und Einkehr bei gastronomischen Anbietern. - Foto: Heinfried Husmann

Kirchweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Das interkulturelle Familien- und Bahnhofsfest am Kirchweyher Bahnhof war gestern das Ziel zahlreicher Gäste. „Toll, was die hier auf die Beine gestellt haben“, staunte eine Riederin, die auch von dem restaurierten Empfangsgebäude begeistert war. Das hatte sie noch ganz anders in Erinnerung. Wie ihr erging es offenbar den meisten Besuchern, zumal auch das Wetter einen ausführlichen Rundgang über das große Festgelände erlaubte.

Für viele Kinder endete der Bummel schon nach den ersten Metern, denn dort hatte „Oscars Spielmobil“ einen verrückten Fuhrpark mit allerlei zwei-, drei- und vierrädrigen Spaßfahrzeugen eingerichtet, auf denen die Sprösslinge über einen Parcours bretterten. Gleich nebenan standen sie zusammen mit Erwachsenen Schlange, um einen Platz auf einem der beiden Segways zu bekommen. Auch dabei war Geschicklichkeit gefordert, aber wenn die Fahrer erst „den Dreh“ herausgefunden hatten, machte das Rollen auf den zwei Rädern viel Spaß.

Vor dem Bahnhofsgebäude lenkten zwei als Prinzessinnen verkleidete Reiterinnen die Blicke auf sich, denn sie saßen offenbar auf zwei pinkfarbenen „Emus“, standen aber tatsächlich auf Stelzen. Sie staksten übers Gelände, ließen sich von den Besuchern anfassen, neckten sie und stiebitzten an den Ständen ausliegende Broschüren.

Auf dem Gelände der ehemaligen Bahnmeisterei war die Schranke geöffnet. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, der Dampflok, dem Museum und dem Dampflok-Café einen Besuch abzustatten. Zu ihnen zählte auch Claus Wolter, der fast 40 Jahre als Lokomotivführer in Stendal gearbeitet hatte. Er kannte sich mit den alten Gerätschaften noch sehr gut aus und freute sich über eine Handsignallampe, mit der auf Stellwerken Botschaften übermittelt worden waren, bevor es Funk oder digitale Datenübermittlungen gab.

In der überfüllten Bahnmeisterei zeigte Wilfried Meyer wieder zahlreiche Bilder, die einen Eindruck über die örtliche Eisenbahngeschichte vermittelten. Was davon übrig geblieben ist, präsentierte Regina Glawon anschließend bei einer Gästeführung.

Die DLRG, das Jugendrotkreuz, der ADFC und der Bürgerbus-Verein hatten Stände aufgebaut, die Polizei war mit einem Fahrzeug vor Ort, und die Feuerwehr stellte den Gästen das neue Löschfahrzeug der Melchiorshauser Wehr vor. Gleichzeitig zeigte Brandschutzerzieher Bernd Marquardt, wie ein Küchenbrand gelöscht werden sollte.

Der Weser-Ems-Bus informierte über die durch die Baustellen in Brinkum-Nord verursachten Veränderungen der Linienführung, die voraussichtlich noch bis Anfang Oktober bestehen bleiben müssen.

Auch an Speis und Trank hatte die Gemeinde als Veranstalterin gedacht, und im Bahnhofsgebäude war der Kiosk geöffnet. In der ehemaligen Wartehalle hatte der Verein „Pingelheini“ eine kleine Modelleisenbahn aufgebaut und warb um Fahrgäste. Dort stellte Miriam Gesell den „Weyher Würfel“, einen neu eingerichteten Spieletreff in der KGS Leeste, vor und zeigte den Besuchern, wie einfach „Encaustic Malerei“ mit Bienenwachs und einem Bügeleisen geht.

„Es ist ein absolut tolles Fest“, fasste Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte seine Eindrücke nach einem Rundgang zusammen.

Mehr zum Thema:

Die neuen E-Autos aus Paris

Die neuen E-Autos aus Paris

Internationales Fußballturnier in Großenkneten

Internationales Fußballturnier in Großenkneten

Fast 10 000 Tote durch Moskaus Syrien-Einsatz

Fast 10 000 Tote durch Moskaus Syrien-Einsatz

Polizeidirektor versetzt Johann-Dieter Oldenburg in Ruhestand

Polizeidirektor versetzt Johann-Dieter Oldenburg in Ruhestand

Meistgelesene Artikel

Maisernte-Saboteur scheitert

Maisernte-Saboteur scheitert

Freie Fahrt auf der Kreisstraße 101

Freie Fahrt auf der Kreisstraße 101

Trecker Treck: Gelungene vierte Ausgabe

Trecker Treck: Gelungene vierte Ausgabe

Junger Filmemacher aus Twistringen bringt „Nirgendwo“ in die Kinos

Junger Filmemacher aus Twistringen bringt „Nirgendwo“ in die Kinos

Kommentare