Dreyer Feuerwehr bekommt eine neue Halle / Wasserfahrzeug für ein zehnköpfiges Team

Neues Alu-Boot schon inspiziert

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Die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith und der stellvertretende Bürgermeister Frank Seidel mit Gemeindebrandmeister Norbert Warnke, Lars Schumacher, Sven Friedrich, Ortsbrandmeister Jens Dummeyer, Günter Schierenbeck und dem Vize-Gemeindebrandmeister Bernd Scharringhausen (v.l.).

Dreye - Die örtliche Freiwillige Feuerwehr erwartet laut Ortsbrandmeister Jens Dummeyer in den nächsten Wochen das neue Mehrzweckboot des Landkreises, das in Dreye stationiert wird. Er kennt dieses Wasserfahrzeug bereits seit einer Baubesprechung in der Rostocker Werft. „Es ist von den Möglichkeiten her nicht mit dem alten zu vergleichen“, berichtete er bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Es sei ein 7,40 Meter langes Alu-Boot in Katamaran-Bauweise mit hydraulischer Bugklappe und zahlreichen weiteren Hilfs-, Rettungs- und Navigationseinrichtungen, ausgelegt für eine zehnköpfige Besatzung. In diesem Jahr sei eine intensive Zusatzausbildung für das Team auf dem Wasser geplant, damit sich die Feuerwehr Dreye im kommenden Jahr in die Kreisbereitschaft einbringen könne.

Damit das Boot untergebracht werden kann, wird auf dem Hof des Dreyer Gerätehauses eine Stahlblechhalle errichtet, mit deren Bau schon in Kürze begonnen wird. „Neben der Brandbekämpfung hat Dreye nun die Zusatzaufgabe „Wasserrettung“ auf großen und kleinen Gewässern erhalten“, so Dummeyer.

Allerdings wird die Tauchergruppe der Dreyer Feuerwehr mit dem Einsatz des neuen Wasserfahrzeugs Geschichte. Das Team wurde bereits im vorigen Jahr aufgelöst, weil die tauchenden Feuerwehrmitglieder die Anforderungen zeitlich nicht mehr erfüllen konnten.

Die Zahl der Aktiven blieb gegenüber dem Vorjahr mit 31, darunter sechs Frauen, unverändert, weil mit der Übernahme von Bastian Sandvoß und Finja Frese die zwei Austritte kompensiert sind.

Die Rettungsleitstelle alarmierte die Wehr zu 27 Einsätzen, von denen sich 15, also mehr als die Hälfte als Fehlalarme herausstellten. Das sei sehr belastend für die Aktiven und gefährde die Motivation der Mitglieder, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Frank Seidel. Eine weitere Baustelle wird die Werbung für die Jugendfeuerwehr sein, erklärten die Jugendfeuerwehrwarte Daniela Eggers und Patrick Schierenbeck. Mit sieben Jungen und drei Mädchen sei es ihnen trotzdem gelungen, einen „normalen Dienstbetrieb“ zu gestalten. Gemeinsame Aktionen mit den Aktiven sind bei den Jugendlichen besonders gut angekommen, berichteten sie. Die Jugendfeuerwehrwarte überreichten außerdem Finja Frese eine Anerkennungsurkunde für die langjährige Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr.

Die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleih bedankte sich bei den Aktiven, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement das Hab und Gut der Bevölkerung schützen. „Diese Bereitschaft kann nicht hoch genug gewürdigt werden.“ Gemeindebrandmeister Norbert Warnke informierte über die Ortswehren und dankte Daniela Eggers und Patrick Schierenbeck für die langjährige Arbeit in der Jugendgruppe. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Bernd Scharringhausen und Ortsbrandmeister Jens Dummeyer ehrte er Günter Schierenbeck, der seit 40 Jahren im aktiven Dienst tätig ist.

bt

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