Gemeinde intensiviert Bemühungen, Radwege zu sanieren

Buckel- und Schlaglochpisten im Visier

Für Radler und Autofahrer gleichermaßen ein Ärgernis: der Zustand der Alten Hauptstraße bei Lidl. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Philipp Köster. Die Gemeinde nimmt sich verstärkt der Radwege und der Straßenseitenräume an. Federführend für entsprechende Projekte im Rathaus ist Dierk Heitmann vom Fachbereich Bau und Liegenschaften. Die Verwaltung reagiert damit auf Wünsche der Weyher, die sich 2015 bei den Ortsteilversammlungen mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte oder im Frühjahr bei der Online-Aktion „RADar“ im Rahmen des Stadtradelns geregt hatten.

Die Pedalritter konnten auf einer Karte im Internet neuralgische Punkte benennen, etwa wenn durch Pflanzenbewuchs der Radweg zu schmal geworden ist. Die Gemeinde hat, wo es möglich war, rasch Abhilfe geschaffen. Zum Beispiel hat sie sich der Aufwallungen von Baumwurzeln „Im Bruch“ angenommen, die Stellen eingeebnet und mit Kaltasphalt überzogen, berichtet Heitmann. Größere Aufgaben, die sich aus den insgesamt 24 Anregungen und Kritikpunkten der Bürger ergaben, will die Verwaltung im Rahmen des Straßenunterhaltungsprogramms in Angriff nehmen oder gegebenenfalls an die zuständigen Behörden bei Kreis und Land weitergeben. Es sei zu prüfen, ob es sich um eine Instandhaltung oder um eine umfangreichere Sanierung einer Strecke handele, unterstreichen Heitmann und Bovenschulte. Eines dieser größeren Projekte wird eine Lösung für die Schlaglochpiste an der Alten Hauptstraße vor Lidl sein. „Das können wir nicht so schnell umsetzen, wir sind aber dran“, sagt Heitmann, der vermutet, dass im Zuge des Baus der Umgehungsstraße in den 1990erJahren die Straße nicht astrein hergerichtet worden ist. Bohrkerne sollen Aufschluss über den Zustand des Untergrunds geben.

Grundsätzlich ist es laut Bürgermeister Bovenschulte so, dass nicht alle Eingaben sachlich und rechtlich abzuarbeiten sind, wenn es aber zutreffe, dann nicht unbedingt sofort.

Heitmann will mit seinen Kollegen im kommenden Jahr die Radwegebenutzungspflicht überprüfen, damit entsprechen die Mitarbeiter einer Bitte der Bürger.

Ebenfalls auf der Agenda hat das Tiefbauteam zurzeit Seitenräume an kommunalen Straßen, in denen nach Regen viele Pfützen entstehen. Durch muldenförmigen Abtrag des Oberbodens kann das Wasser dezentral versickern, was aber einige Stunden dauern kann, aufgrund des vielerorts sandigen Bodens aber gut funktioniert, sagt Heitmann. Alternativ ist die Anlage eines Regenwasserkanals. „Das wollen die Leute aber nicht, weil sie sich an den Kosten beteiligen müssten“, sagt Bovenschulte. Ohnehin sei die dezentrale Versickerung besser für den Grundwasserspiegel, ergänzt Heitmann.

Nicht mit Mulden, sondern mit einer Regenrückhaltung will die Gemeinde der Seenplatte „An der Brake“ ein Ende bereiten. Es bedarf dazu aber einer Einigung mit dem Grundstückseigentümer, und die steht noch immer aus, auch wenn es Gespräche gebe.

Der Schlaglöcher im Seitenraum soll der Baubetriebshof künftig nicht mehr mit der wiederholten Auffüllung mit Schotter Herr werden, sondern mit Rasengittersteinen.

Bislang hat sich der Bauhof der Straßen In der Grämme, Bollmannsdamm, Am Schmalen Bruch und Hinter den Höfen angenommen. Das Projekt an der Grenzstraße wird extern vergeben.

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