Ziegelei Wehrmann

Investoren interessieren sich für Teilflächen

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An dieser Stelle werden keine Ziegel mehr gebrannt: Branchenfremde Investoren haben jetzt andere Pläne für das Gelände. 

Weyhe - Von Sigi Schritt. In Sudweyhe werden definitiv keine Ziegel mehr produziert. Die Hoffnung, dass ein Investor aus der Branche tatsächlich der insolventen Ziegelei Wehrmann neues Leben einhaucht, war vergeblich. „Der Wunsch hat sich nicht erfüllt.“ Insolvenzverwalter Jürgen Sander berichtet von einigen Kaufinteressenten: „Am Ende sind aber alle abgesprungen.“

„Die enorme Auswahl an Steinen hervorragender Qualität, gab es einmal. Nicht dieser Umstand, sondern die veralteten Produktionsanlagen waren der Grund, weshalb Investoren abgesprungen sind“, erklärt Sander. Gewünscht seien moderne Produktionsstraßen, die auch mit Robotertechnik funktionieren. Deshalb wird der Betrieb Wehrmann Ziegel endgültig abgewickelt.

Doch was passiert mit dem 4,6 Hektar großen Areal? „Das Grundstück und das Gelände gehört der Familie Meier“, so Sander. Der Weyher Jurist könnte sich für die Hallen ein Veranstaltungszentrum vorstellen, in dem das Publikum beispielsweise in industriellem Ambiente Konzerte erlebt. Für den Standort spreche die Verkehrsanbindung, so Sander. Er kann sich mehrere Event-Gastronomen vorstellen, die um die Gunst der Gäste buhlen. „Für Singles und die Ü40-Generation gibt es kaum etwas. Man könnte etwas in Sudweyhe entwickeln“, ist sich Sander sicher.

Gespräche, die in diese Richtung gehen, habe der ehemalige Geschäftsführer der Ziegelei, Hans-Heinrich Meier, bereits geführt. Allerdings sei die zündende Idee bislang ausgeblieben, sagt er auf Anfrage.

Aufgrund mehrerer Schilder, die er aufgestellt hatte, hätten sich einige Interessenten gemeldet, die Teilflächen mieten oder kaufen möchten. „Dass das komplette 4,6 Hektar große Areal in einem Rutsch vermarktet wird, ist unrealistisch“, glaubt Meier, der einen Makler eingeschaltet hatte. Ein Interessent würde den größten Teil nutzen wollen, andere wünschen Grundstücke von 1 000 bis 5 000 Quadratmeter Größe. Einige wollen nur Hallen mieten. „Am Ende der Verhandlungen könnte sich ein Autohaus dafür entscheiden, hier Fahrzeuge zu lagern“, berichtet Meier. Statt Ziegel könnte eine Firma an Ort und Stelle Fenster produzieren. Auch der Großhandel habe ein Auge auf das vom Autobahnzubringer Arsten/Weyhe 3,5 Kilometer entfernte Gelände geworfen. „Ich gehe davon aus, dass Investoren bis Weihnachten Nägel mit Köpfe machen und dann neue Arbeitsplätze entstehen.“ Um die Hallen zu nutzen, müsste ein Teil der Maschinen noch ausgeräumt werden.

Die Ziegeldiele auf dem Gelände, die früher als Ausstellungsfläche diente, will Meier nicht veräußern. Sie könnte künftig als Tagungsraum fungieren. Verschiedene historische Formen aus der ehemaligen Produktion seien geeignet, um diesen Raum zu schmücken.

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