Chorvereinigung feiert Geburtstag

Beifallsstürme im Kulturforum

Mit seinem Konzert zum 140-jährigen Bestehen der Chorvereinigung Leeste erfreut das Ensemble fast 300 Zuhörer. - Foto: Ehlers

Leeste - Ein großartiges Chorkonzert haben am Sonnabend fast 300 Besucher im Kulturforum der KGS Leeste gehört. Die Chorvereinigung Leeste feierte damit ihren 140. Geburtstag, zu dem der stellvertretende Bürgermeister Frank Seidel offiziell gratulierte.

Schon die Eröffnung war beeindruckend, denn als sich der Vorhang öffnete, hatte sich der Chor bereits dahinter versammelt und begrüßte die Gäste mit dem Kanon „Singen bringt Freude ins Herz“.

Maria-Luise Schott und Olaf Herms, die durch das Programm führten, ließen zunächst die Historie der Gruppe Revue passieren, die es nach zwei verheerenden Weltkriegen immer wieder geschafft hatte, sich neu zu formieren. Aus Dankbarkeit dafür erklang das „Dona nobis pacem“.

In Erinnerung an die zahlreichen Chorreisen folgten das lettische Volkslied „Put vejini“ und der norwegische Bauernmarsch „Bruremarsj fra Seljord“. Plattdeutsch wurde es mit „Marschen un Holt“ mit Arrangement und Text von Gregor Friedenreich. Er arrangierte auch die „Schlagerkiste“ mit den Kultschlagern „Das kannst du mir nicht verbieten“, „Eleni“ und „Schuld war nur der Bossa Nova“, vorgetragen von der aus Irmgard Ribbe, Angelika Seegers, Maria-Luise Schott und Roswitha Köhler bestehenden Gruppe „Sixpack“, die von Peter Schott und Gregor Friedenreich begleitet wurde.

Mit „Zieh’ die Schuh aus“ gedachten Roswitha Köhler, Peter Schott und Gregor Friedenreich des im Frühjahr verstorbenen Swing- und Jazz-Sängers Roger Cicero. Auch diese Geste kam beim Publikum sehr gut an.

Dem sogenannten Kleinen Chor im großen Ensemble gehören 24 Sängerinnen und Sänger an, die jeweils eine Stunde vor der üblichen Probe mit ihren Gesangsübungen beginnen. Sie hatten sieben Stücke einstudiert, zu denen mit „Stand by your Man“ oder „Tears in Heaven“ anspruchsvolle Hits, aber auch Lieder wie „Die Made“ von Heinz Erhard gehören. Inzwischen hatten sich einige Damen mit Bade-Utensilien versehen und sangen das durch Nina Hagen bekannte „Du hast den Farbfilm vergessen“. Zum Schluss wurde es mit Freddys unvergessenem „Heimweh“, mit dem rhythmischen „Si ya hamba“, mit Hubert von Goiserns „Weit, weit weg“ und „An Irish Blessing“ sogar ein wenig feierlich.

Die Besucher waren begeistert. „Es war ein tolles Konzert, facettenreich, fröhlich und bunt“, meinte eine Zuhörerin, und auch die Mitglieder der „Leester Schlickrutscher“, die aus der Chorvereinigung hervorgegangen sind, sparten nicht mit Lob und Beifall. Natürlich wurde der Chor nicht ohne Zugabe von der Bühne entlassen. Passend zum Motto des Konzertes „Grenzenlos“ erklang die Flieger-Hymne von Reinhard Mey „Über den Wolken“ sowie zum Schuss das Danke-Lied „Thanks“ mit deutschem Text.

Die Sänger freuten sich über das Lob und die Anerkennung für ihr Konzert. Jetzt hoffen sie, dass sie damit Zuhörer erreichen konnten, die ihnen bei der Suche nach einem neuen Chorleiter behilflich sind. Denn der mit viel Beifall bedachte bisherige Henning Oppermann verlässt das Ensemble zum Ende dieses Jahres.

bt

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