Polizei durch Hubschrauber unterstützt

Wilde Verfolgungsjagd von Wagenfeld nach Stemwede - Vorwurf Tankbetrug

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Die Verfolgungsjagd führte von Wagenfeld bis nach Stemwede.

Wagenfeld/Stemwede - Eine Verfolgungsjagd hielt am Samstagnachmittag die Diepholzer Polizei in Atem. Eine zivile Streifenbesatzung der Verfügungseinheit der Polizei Diepholz wollte ein verdächtiges Auto auf der Strecke zwischen Wagenfeld und Ströhen kontrollieren, der im Zusammenhang mit Tankbetrügereien aufgefallen war.

Der Mann am Steuer des Kleinwagens missachtete jedoch die Haltezeichen der Polizei und beschleunigte. Trotz eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn reagierte er nicht und fuhr über Ströhen nach Nordrhein-Westfalen. Da die an dem Fahrzeug angebrachten Kennzeichen gestohlen waren, wurden Streifenwagen der umliegenden Dienststellen aus Diepholz, Minden-Lübbecke und Osnabrück angefordert. 

Der Flüchtende missachtete mit hoher Geschwindigkeit diverse Stoppschilder an großen Kreuzungen und überfuhr auch das Rotlicht einer Ampel. Außerdem war er mit überhöhter Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde innerorts und 130 km/h außerorts unterwegs. Wie durch ein Wunder kam es hierbei zu keinen Unfällen mit Unbeteiligten.

Polizeihubschrauber zur Verstärkung angefordert 

Zur Unterstützung der Verfolgungskräfte wurde ein Polizeihubschrauber aus Hannover angefordert. Der Flüchtende fuhr immer wieder über Feld- und Waldwege, was die Koordination der Fahndung für die Polizei erschwerte.

Im Bereich Stemwede war er dann unterwegs von Haldem in Richtung Rahden, als er in der Ortschaft Arrenkamp links in eine kleine Straße abbog. Diese endete in einem nicht befahrbaren Waldweg, wo sich der Kleinwagen letztlich an einem Steilhang festfuhr. 

Der Fahrzeugführer, ein 51-jähriger Mann aus Osnabrück, ließ sich widerstandslos festnehmen. Wie sich im Zuge der anschließenden Ermittlungen herausstellte, war der Mann nicht im Besitz eines Führerscheins und kommt für eine Vielzahl von Tankbetrügereien, insbesondere im Raum Wagenfeld, in Betracht. 

Sein Personenwagen wurde beschlagnahmt und gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen zur möglichen Tatbeteiligung des Mannes an den Tankbetrügereien dauern an.

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