Versammlung des Vereins Ströher Dorfleben

Anregung: Bänke zum Verweilen aufstellen

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Burkhard Scholz (stehend) rief in der Jahreshauptversammlung des Vereins Ströher Dorfleben die Mitglieder auf, die Werbetrommel für den anstehenden „Dorfputz“ zu rühren. Schließlich ginge das alle Ströher an.

Ströhen - Das hatte dem Gast und Bürgermeister Matthias Kreye der Gemeinde Wagenfeld im Ortsteil Ströhen sehr gut gefallen: Die lockere, launige und informative Jahreshauptversammlung des Vereins Ströher Dorfleben, der sein Domizil im sogenannten „Eulennest“ im Dachgeschoss des DRK-Kindergartens an der Mindener Straße hat.

Die Versammlung fand am Freitagabend mit Essen und abschließender Fotoschau von Pastor Dirk Brandt zu seiner Wanderung auf dem Jakobsweg statt.

Schickt man voraus, dass in der Chronik von Ströhen der Ort so beschrieben wird: „Man muss sich das Dorf zu dieser Zeit als Walddorf, gelegen in einem undurchdringlichen, sumpfigen Wald, vorstellen. Daher rührt der Name Ströhen = Strout, Strudden heißt Sumpflandschaft mit Baumbestand. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1380 als ,Stroden up dem Borne‘ im Hoyaer Urkundenbuch“, so ist kaum zu glauben, dass heute der Verein Ströher Dorfleben die Geschicke des Ortes gezielt lenkt und protegiert.

Genau das war auch das Resultat aus den Berichten der fünf Arbeitsgruppen, die sich um Geschichte, Dorfbild, Kultur, Moorbahn und Jugendarbeit kümmern.

Nach Kassenlage sei der Verein mit den Einnahmen über Beiträge der 147 Mitglieder, VHS-Zuschüsse und Spenden nach Abzug der Kosten einigermaßen gut aufgestellt, so Kassenwart Horst Walter. Er und der restliche Vorstand (Linda Puppe, Burkhard Scholz und Dirk Brandt) wurde von den Kassenprüfern Heidi Zidorn und Hanka Lindenberg entlastet und Gertud Bold zur neuen Kassenprüferin gewählt. Auf Veranlassung des Finanzamtes ließ Linda Puppe ließ über die formale Änderung der Satzung abstimmen.

Für den Arbeitskreis Jugendarbeit bestätigte Olaf Möhl die Fortführung der Angebote des „Workshops für Kids“, der durch den Verstorbenen Thomas Beyerle initiiert worden war.

Dr. Klaus Ullmann berichtete, dass die Ströher Dorfchronik mit dem Thema „Häuslingswesen“ fortgeführt wird.

Für den Bereich Kultur zogen Petra Thiesing-Jöres und Maggie Summann Bilanz: Das Neujahrskonzert sei ein großer Erfolg gewesen, während das Montagskino nicht „so eingeschlagen“ hätte. Doch diese cineastische Aktivität solle nicht einschlafen und in den kälteren Monaten 2016 wieder belebt werden. „Wir haben jemanden eingeladen, der genau richtig ist für Erwachsene, die das Träumen nicht verlernt haben“, kündigte Summann den Besuch des Illustrators und Kinderbuchautors aus Hamburg Torben Kuhlmann („Die Maulwurfstadt“) an.

In der Arbeitsgruppe „Dorfbild“ wünschte sich Burkhard Scholz noch mehr Beteiligung der Bürger, wenn es um den Dorfputz im März geht. Ansonsten hätte er als konstruktive Anregung aus der Bevölkerung aufgenommen, Bänke an exponierten Stellen im Ort zum Verweilen aufzustellen.

Für die Brezelbasar-Buden gäbe es schon jetzt viele Bewerbungen.

Als Riesenerfolg würdigte Rainer Kowarik das letzte Jahr bei den Moorbahn-Fahrern. 5000 Gäste verbuchten sie an Gastbewegungen mit ihrer Lokomotive „Emma“ zum Besuch im Moor. Die Lok und ein Waggon bekämen nun eine Regenplane gegen widriges Wetter. Kowarik sah positiv in das Jahr 2016.

Die Versammlung wurde ergänzt durch wunderbare Fotografien von Pastor Dirk Brandt von seiner Reise auf einem Teilstück des Haupt-Jakobsweges, dem Camino francés, mit Start in den französischen Pyrenäen bis in die galizische Stadt Santiago de Compostela. Diese spanische Hauptroute ist die offizielle Definition des Jakobsweges, die Kathedrale in Santiago de Compostela ist aber für alle anderen Pilgerwege der Jakobpilger der Endpunkt ihrer langen Reise.

Fazit der Reise mit seiner Tochter: „Ich fiebere schon auf meinen nächsten Urlaub und die nächste Etappe“, denn für ihn war eine Woche Jakobsweg wie die Erfahrungen eines Lebensjahres bei Genügsamkeit, Schmerz, wunderbaren Landschaften, Einkehr, Ehrgeiz, Kontakten mit facettenreichen Menschen aus aller Herren Länder und der Erkenntnis: Der Jakobsweg ist kein reiner Wanderweg, sondern ein spiritueller Pilgerweg, ein Weg des eigenen Innern.

sbb

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