Nadine Kühn begeistert Publikum mit „Danke Helene“

Stehende Ovationen für Schlager und Musical-Hits

Nadine Kühn begeisterte das Publikum auf der Freilichtbühne Wagenfeld mit ihrer „Danke Helene“-Show. Neben deutschem Schlager wurden auch bekannte Musical-Hits geboten. - Foto: Brauns-Bömermann

Wagenfeld - In Zeiten der sozialen Netzwerke dauert es nicht lange, dann hat ein Künstler nicht nur während und nach der Show ein Feedback, sondern auch Kommentare oder Likes im Account. Oft versehen mit Emojis. Musical-Darstellerin Nadine Kühn gastierte am Freitagabend auf der Freilichtbühne in Wagenfeld mit ihrer noch jungen Show „Danke Helene“.

Nach der Show postet die Sängerin und Entertainerin Richtung ihrer Besucher: „Hier ein erster Schnappschuss von unserer gestrigen Show in Wagenfeld. Es war einfach unfassbar, es hat so viel Spaß gemacht. Wir wollten alles oder gar nichts und bekamen vom Publikum hundert Prozent. Danke!“

Dabei hatte sie es nicht von Anfang an leicht, das etwa 200 Gäste starke Publikum zu Reaktionen zu bewegen. „Tun Sie so, als hätten Sie Spaß“, hatte sie erbeten. In Aussicht gestellt, dass alles auf der Bühne erwünscht sei: Blumen, Kuscheltiere und BHs.

Aber so fanatisch war das Publikum dann doch nicht und obschon die Gute-Laune-Songs voller Power von Helene Fischer zum sofortigen Mitsingen und Klatschen animieren, ist es nicht so leicht, vom bequemen Sitzen in Ekstase zu verfallen. Mit vier Tänzerinnen und zwei weiteren Sängern zauberte das „Grossstadt-Entertainment“ aus Paderborn durch die Mischung von typischen fordernden Helene-Fischer- Songs und ausgewählten Kultsongs aus bekannten Musicals einen gelungenen Abschluss der Freilichtbühnen-Saison 2016 in Wagenfeld. Helene, das ist Schlager für alle Altersklassen mit Texten über Liebe und viel Sexappeal.

Nadine Kühn lieferte eine gute Tribute-Show auf die bekannte Sängerin ab. Aber auch die anderen Figuren, wie Tarzan, Mary Poppins oder das Phantom der Oper verzauberten das Publikum. Die Darsteller des Freilichtbühnen-Ensembles überlegten bereits: „Mary Poppins, das wäre mal ein Stück für die Bühne“, mit Lust auf Unsinn-Wörter wie: „Supercalifragilisticexpialigetisch“. „Das können wir auch“, meinte Bianka Mackenstedt, die selbst einmal mit den Kollegen ein Stück schreiben würde.

Auch der gewählte Song aus dem Musical Les Miserables, „Nur für mich“, ist wunderbare Lyrik, die mehr verdient hat, als in einer Aneinanderreihung der „Best of Musical-Hits“ einen kurzen Auftritt zu fristen. Kaum ist das Publikum in Stimmung, ist „Der ewige Kreis“ aus dem Kassenschlager „König der Löwen“ auch schon vorbei. Allein Tarzan gelingt es, durch seine gebückte Haltung als Lebewesen von Affen aufgezogen, die Geschwindigkeit der Song-Perlenschnur zu verlangsamen. „Wer ich wirklich bin“ beruhigt, bevor Helene bejaht: „Die Hölle morgen früh ist mir egal“ und „Ich will immer wieder…dieses Fieber spür’n“. Lebequeen, Glamourgirl, Powerfrau, das imitierte Nadine Kühn gut, doch Musical-Rollen standen ihr auch gut zu Gesicht.

Das Open-Air-Potpourri der Superfrau des deutschen Schlagers, die „Von hier bis unendlich“ singt und auch die Energie versprüht und den ausgewählten Musical-Hit-Highlights wurde gut angenommen und mit Ovationen beklatscht.

Schön wäre noch laueres Wetter und Sommertour-Feeling gewesen, insgesamt genossen die 200 Gäste den Musikabend. Einen Tipp hatten die Laienspieler: „Wir feiern auf jeden Fall die gute Stimmung, denn wenn von unten etwas auf die Bühne schallt, schallt umso mehr zurück“ – das wüssten sie aus Erfahrung. J sbb

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