Ruhestand in Sicht

Vatthauers Rückzug auf Raten

+
Hartmut Vatthauer (2.v.r.) geht in den Ruhestand. Die besten Wünsche dazu gab es von (v.l.) Gerhard Vatthauer, Monika Lütvogt, Heike Vatthauer, Dirk Lütvogt und Elke Lütvogt.

Wagenfeld - Für Hartmut Vatthauer aus Tielge begann am Mittwoch bei der Firma Lütvogt in Wagenfeld der „Rückzug auf Raten“ aus dem Berufsleben. Vatthauer wechselt in den Ruhestand, „aber ich haue noch nicht ganz ab“, machte der 63-Jährige deutlich, dass er gelegentlich einspringen wird.

Darüber freuten sich nicht nur Firmenchef Dirk Lütvogt und seine Frau Elke, sondern auch Seniorchefin Monika Lütvogt. „Hartmut hatte immer unser volles Vertrauen. Ich habe 15 Jahre lang mit ihm zusammengearbeitet. Er hat immer viel hinterfragt und gesagt, was er denkt. Er hat sich nie eingeschleimt“, schätzt Lütvogt besonders an seinem Mitarbeiter.

Dieser begann am 15. Juni 1977, also vor fast 40 Jahren, als Fahrer im Unternehmen. Angeheuert hatte ihn sein Cousin Gerhard Vatthauer, der spätere Geschäftsführer, der bei der Verabschiedung ebenfalls anwesend war, „bei Siekmeier an der Theke“, schmunzelte der gelernte Heizungsbauer. Automaten und der Einbau von Schankanlagen für alkoholfreie Getränke wurden im Laufe der Jahre zu seiner Spezialität. Sie führte ihn in die Lüneburger Heide und nach der Wende in den Osten.

Ein großes Projekt betreute er für Sinalco im Niedersachsenstadion, der heutigen AWD-Arena. „Ich hatte eine VIP-Karte und einen Generalschlüssel für das Stadion. Ich konnte überall rein, das war schön“, erinnert er sich. Zwei erlebnisreiche Touren im Jahr führten ihn ans Steinhuder Meer auf die Insel Wilhelmstein. Wenn Vatthauer davon erzählt, kommt er richtig ins Schwärmen, verfällt in einen Redeschwall. „Ich hab‘ schon was mitgemacht“, enden seine Erinnerungen an die Touren nach Baltrum.

„Hartmut ist nicht zu ersetzen“, meint Dirk Lütvogt. In den zurückliegenden 20 Jahren sei er auf allen Baustellen der Firma zuhause gewesen und habe seine Arbeit selbst organisiert. Drei Maschinen hätten seine Tätigkeit bestimmt: Der gelbe Bulli, der rote Elektrostapler und der Kaffeeautomat. „Hartmut ist im Betrieb hoch angesehen, auch bei den externen Firmen, die sich eigens für ein Abschiedsgeschenk zusammengetan haben“, sagt Dirk Lütvogt. 

hwb

Mehr zum Thema:

Späte Tore lassen Werder jubeln

Späte Tore lassen Werder jubeln

Eindrücke vom Oktoberfest: Blauer Himmel und gute Laune

Eindrücke vom Oktoberfest: Blauer Himmel und gute Laune

Illuminierte Nacht in Scheeßel

Illuminierte Nacht in Scheeßel

Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Meistgelesene Artikel

Von Schwarme bis zum Polizeikommissariat in Leeste eskortiert

Von Schwarme bis zum Polizeikommissariat in Leeste eskortiert

Krisenzentrum in direkter Nachbarschaft zur Feuerwehr?

Krisenzentrum in direkter Nachbarschaft zur Feuerwehr?

75-Jähriger fährt betrunken und klammert sich später an Baum

75-Jähriger fährt betrunken und klammert sich später an Baum

Soldatenheim: Zukunft ist weiter offen

Soldatenheim: Zukunft ist weiter offen

Kommentare