Tosender Applaus auf dem Großmarkt

Predigt im „kleinen Schwarzen“

Viel Platz war gestern Nachmittag in den Gassen des Vergnügungsmarktes und in den Gängen der Gewerbeschau. Die große Hitze dürfte viele von einem Besuch des Großmarktes abgeschreckt haben.

Wagenfeld - Von Horst Benker. Sonntagmittag 12 Uhr: Tosender Applaus im Festzelt auf dem 432. Wagenfelder Großmarkt für Pastorin Edith Steinmeyer. Angesichts der Hitze verzichtet die Seelsorgerin auf den Talar. „Ich habe heute das kleine Schwarze gewählt“, schmunzelt sie. Die knapp 200 Gottesdienstbesucher begrüßen diese Entscheidung und bekunden dies durch ihren Beifall.

Danach fächern sie sich mit den Liederzetteln wieder frische Luft zu. „Aber bei den Liedern müssen sie diese wieder ruhig halten, sonst klappt das mit dem Gesang nicht“, meint die Seelsorgerin scherzend in die Runde. Der Heilige Geist und andere Geister ist das Thema ihrer Predigt. Musikalische Unterstützung erhält sie vom Posaunenchor sowie einer Kombination von Gospelchor und Popchor.

Nicht nur der Gottesdienst erfreute sich eines guten Zuspruchs. Neben der Eröffnung am Freitag fand besonders der Seniorennachmittag am Samstag großen Anklang. 320 Frauen und Männer wollten sich diesen nicht entgegen lassen. „Es war an diesem Nachmittag auch nicht so warm im Zelt wie am Freitag“, resümierte Marktmeister Sven Schröder. Die zusätzlich angeforderten Ersthelfer des DRK brauchten nicht tätig werden.

Die Senioren genossen nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch das Programm. Musikalisch heizten ihnen die Kirchdorfer Musikanten ein. Inge Hallermann und Erwin Venske erzählten Döntkens aus dem Leben und hatten die Lacher auf ihrer Seite.

In ihren Begrüßungen freuten sich Heide Husmann, Vorsitzende des Senioren- und Behindertenbeirates, und Bürgermeister Matthias Kreye über die gute Resonanz und wünschten allen ein paar unterhaltsame Stunden. Besonders freuen durften sich Erna Bruns und Friedrich Meier. Erna Bruns, Jahrgang 1919, war die älteste anwesende Seniorin, Friedrich Meier, Jahrgang 1921, der älteste anwesende Mann. Beide erhielten Präsentkörbe.

„Bei der Besprechung der Gewerbeaussteller am Samstagabend wurde deutlich, dass der Freitag nicht gut besucht war, der Samstag aber aufgeholt hatte“, zog Bürgermeister Matthias Kreye gestern vorm Gottesdienst ein erstes Resümee.

Mit dem, was sich danach abspielte, dürfte er allerdings nicht zufrieden gewesen sein. Zur besten Zeit war viel Platz auf dem Vergnügungsmarkt und im Gewerbezelt. Da war in den Vorjahren mehr los.

Wie aus heiterem Himmel setzte kurz nach 15 Uhr ein kräftiger Regenguss ein. Davon wurden die Flohmarktbeschicker förmlich überrascht.

Regen und Wind sorgten einen Moment für etwas Abkühlung. Doch danach Tropenluft. „Das war kein Regenschauer, sondern ein neuer Sauna-Aufguss“, meinte Werner Käding, der mit seiner Frau den Stand des Weißen Ringes betreute.

Friedrich Sander von Küchenkultur Sander aus Stemwede schlenderte leicht frustriert über das Markteglände. „Das wird heute nichts mehr mit dem Besuch“, meinte er. Wenig später, nach dem Genuss einer Cola, saß er mit hängendem Kopf vor seinem Auflieger, wartend auf Interessierte.

432. Wagenfelder Großmarkt

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