Andrea Lohaus gewann Rudi-Carrell-Show

Mit „Hold on“ soll Durchbruch gelingen

Andrea Lohaus, hier mit Vater Friedrich-Karl, kommt gern nach Wagenfeld, wo sie sich stets wohlfühlt. - Foto: Benker

Wagenfeld - Von Horst Benker. „Das war damals eine ganz andere Welt“, erinnert sich Andrea Lohaus aus Wagenfeld noch heute, wenn sie an die Zeit ihres Auftritts in der Rudi-Carrell-Show zurück denkt. Das sind jetzt 25 Jahre her, als die damals 20-Jährige vom Publikum zur Siegerin gekürt wurde. Sie erhielt das „Goldene Mikrophon“ für ihre Imitation des Milster-Titels „Memories“ aus dem Musical „Cats“ als Katze „Grizabella“.

„Ich hatte damals mehrere Anfragen von Plattenfirmen und für Auftritte. Aber das war nicht mein Ding. Mädchen, bleib bodenständig und lern erst mal was Ordentliches“, habe sie sich gesagt. Es folgte die Ausbildung zur Werbekauffrau.

Die Musik aber habe sie nicht aus den Augen verlieren wollen – und auch nicht verloren – sondern als Hobby weiter betrieben. Sie nahm unter anderem Musikunterricht im Jazz-Bereich.

Im Jahr 1995 ging sie als Werbekauffrau nach Düsseldorf. Im Jahr 2001 begann sie unter dem Namen Anisha Cay ihre eigenen musikalischen Vorstellungen in die Tat umzusetzen. „Anisha kommt aus der hinduistisch-hebräischen Sprache und bedeutet soviel wie eine Person, die den Morgen begrüßt und nie ins Dunkel kommt“, erläutert sie. „Der Künstlername sollte zur Musik passen, der Name Cay ist einfach nur dazu gesetzt“, fügt sie hinzu. Ihren Angaben zufolge vereint ihre Musik Pop, Folk, Electronic, Weltmusik wie auch Dance/Trance-Elemente.

„Ich möchte noch mal etwas anderes ausprobieren“, habe sie sich vor 15 Jahren gesagt. Sie produzierte ihre erste eigene CD. Sie gab ihre Vollzeitstelle auf und wechselte als Halbtagskraft zu Antenne Düsseldorf. Parallel dazu tourte sie zwei Jahre lang mit der Peter Weisheit Band durch ganz Deutschland. Diese wurde 1978 gegründet. Als langjährige Hausband des WWF-Clubs im WDR erreichte die Gruppe einen großen Bekanntheitsgrad.

Schritt in die Selbständigkeit

Danach „kämpfte sie sich durch“ und gründete ihren eigenen Verlag MusicArtEmotions Records. Inzwischen sind vier Alben enstanden: Can you hear me, Learning to fly, Introducing myself und Hunter an the moon. Anfang November wurde die Single „Hold on“ aus dem aktuellen Album „Hunter and the moon“ ausgekoppelt. Diese CD ist über einen Zeitraum von vier Jahren in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Komponisten und Produzenten Arthur Sebastian entstanden und enthält neun Songs zum Träumen.

Neben dem Versuch, jetzt gesanglich durchzustarten, betreut Andrea Lohaus andere Künstler und ein anderes Label aus dem Saarland, das schlagermäßig unterwegs ist. Sie bietet zudem Marketing-Dienstleistungen für andere Unternehmen an. „Ich kann von dem leben, was ich mache“, sagt sie.

Von Düsseldorf ging es zunächst nach Heppenheim. Doch dann verschlug die Liebe zur Küste die Familie nach Norddeutschland. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen (acht und zehn Jahre) in der Nähe von Flensburg nahe der dänischen Grenze, genauer gesagt in Steinbergkirche.

Der Kontakt zum Elternhaus an der Hauptstraße in Wagenfeld ist aber nie abgerissen. „Meine beiden Jungs kommen gern zu den Großeltern“, freut sich Andrea Lohaus, einzige Erbin des Hofes, der seit dem 16. Jahrhundert in Familienbesitz ist. „Hier liegen die Wurzeln der Familie“, erzählt sie, lässt aber offen, ob es hierhin eines Tages einen Weg zurück geben könnte.

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