Delegation aus Wagenfeld und Umgebung zu Gast in Vibraye

Gelebte Freundschaft

Seit 31 Jahren gibt es die Partnerschaft zwischen Wagenfeld und Vibraye. Durch gegenseitige Besuche wird diese immer weiter vertieft. Die drei Tage, gefüllt mit zahlreichen Programmpunkten, vergingen wie im Flug. - Foto: Gemeinde Wagenfeld

Wagenfeld/Vibraye - Die Freundschaft zwischen den Bürgern in Wagenfeld und der Bevölkerung im fast 1. 000 Kilometer entfernten Canton de Vibraye in Frankreich steht auch im 31. Jahr nach der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen beiden Kommunen auf einem sehr soliden Fundament. Das wurde einmal mehr beim jüngsten Besuch einer offiziellen Delegation aus der Südkreis-Gemeinde deutlich.

Die 44-köpfige Besuchergruppe, nicht nur aus Wagenfeld, sondern auch aus umliegenden Gemeinden, wurde erstmals vom Wagenfelder Bürgermeister Matthias Kreye angeführt. „Ein wunderbares und erlebnisreiches verlängertes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken“, resümierte der Verwaltungschef nach der Rückkehr.

Nach einer mehr als 15-stündigen Busfahrt wurden die Wagenfelder Gäste abends im Festsaal nahe des Kirchplatzes in der Cantons-Ortschaft Lavaré empfangen und von Monique Chéron, der Vorsitzenden des Comitées de Jumelage, herzlich begrüßt und auf die Gastfamilien verteilt.

Am nächsten Tag starteten Gastgeber und Gäste mit zwei Bussen nach Fresnay sur Sarthe zu einem Besuch des Haubenmuseums. Dort sind zahlreiche Kopfbedeckungen aus früheren Zeiten zu sehen, die immer wieder von ehrenamtlichen Restauratoren zu Vorzeigeobjekten hergerichtet werden. Mit großem Interesse schauten die Besucher den Frauen bei ihrem ehrenamtlichen Wirken über die Schultern. Aus dem Restaurant „Le Saint-Germain“, wo die Tische für ein gemeinsames Mittagessen gedeckt waren, bleibt den Gästen besonders das gediegene Ambiente in Erinnerung. Die Rundreise durch die Region klang nachmittags mit der Besichtigung einer historischen Burg, dem Château, in Sainte-Suzanne aus.

Abendliches Highlight war im Festsaal in Dollon ein offizieller Freundschaftsabend zu Ehren der deutschen Gäste. Zwischen den Gängen des gemeinsamen Essens bat ein musikalisches Trio immer wieder zum Tanz. Seitens der Gastgeber hielten Madame Chéron als Vorsitzende und Madame d‘Harcourt als Präsidentin des Comitées de Jumelage die Festreden.

„Beitrag für Frieden und Freiheit“

„Städtepartnerschaften wie unsere leisten einen großen Beitrag dazu, dass wir in Europa in Frieden und Freiheit leben“, stellte Bürgermeister Kreye in seiner Festrede heraus. Als Gastgeschenke überreichte er Wegweiser mit Entfernungsangaben für alle Ortschaften im Canton de Vibraye sowie Fotokalender mit Erinnerungsbildern von Besuchen der vergangenen Jahre. Die Gastgeber revanchierten sich mit „bunten Impressionen aus einer mehr als 30 Jahre andauernden Freundschaft“.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen individueller Unternehmungen mit den jeweiligen Gastfamilien. Abends waren alle zu einem kleinen Umtrunk ins Schloss von Madame d´Harcourt und ihrem Mann eingeladen, bevor der Bus am anderen Morgen wieder in Richtung Heimat startete – natürlich mit dem gegenseitigen Versprechen, sich in zwei Jahren in Wagenfeld wiederzusehen.

Beim Abschied wurde von den Gastgebern positiv bewertet, dass zur Delegation auch mehrere jüngere Mitfahrer zählten. „Ein Zeichen dafür, dass junge Menschen die von ihren Eltern oder Großeltern begonnene Freundschaft weiterführen wollen“, hieß es. Jüngste Teilnehmerin war diesmal die zwölfjährige Finja Burmester. Petra Mittendorf sorgte bei allen offiziellen Anlässen dafür, dass es kaum Sprachbarrieren gab. Sie übersetzte alle Festreden und stand auch sonst bereit, wenn es mal was zu Dolmetschen gab.

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