„Blau ist meine Farbe“ 

Monika Jahnke stellt in der Auburg in Wagenfeld aus 

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Monika vor einem ihrer Bilder in der Auburg in Wagenfeld. 

Wagenfeld - „Gemeinsam Denkmale erhalten.“ Unter diesem Motto stand der Tag des offenen Denkmals am Sonntag in der Auburg in Wagenfeld. Gestaltet wurde er ausschließlich von Mitgliedern des dortigen Kulturkreises Auburg.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Eröffnung der Ausstellung mit Werken von Monika Jahnke. „Blau ist meine Farbe“ hat sie diese genannt. Wie sie selbst ihre Malerei sieht, macht Monika Jahnke mit einem Zitat des zeitgenössischen Malers Daniel Richter deutlich: „Kunst muss gar nichts.“

„Monika Jahnke möchte ohne Zwang etwas schaffen, das Freude bereitet und eigene Emotionen zum Ausdruck bringt“, formulierte Carmen Finkenstädt in ihrer Einführung. Ein Blick in die Kunstgeschichte erkläre die vielfache große Symbolik der Farbe Blau in der Malerei. Die wechselnden Farben des Himmels und des Wassers faszinierten die Künstlerin. Und dabei spiele die Farbe Blau eben eine große Rolle, so Finkenstädt.

Rein physikalisch betrachtet handele es sich um jeweils „ein Blatt Papier und darauf Farbpigmente“ formulierte Finkenstädt ihre Gedanken zur Formen- und Farbsprache der Pastellkreidebilder. „Tatsächlich aber ,sprechen‘ die Bilder zu uns“, ergänzte sie. Formen und Farben drängten sich vor oder zurück, erschienen leicht – das Himmelsblau – oder schwer – der Dünensand –, oder zart und melancholisch anmutend wie beim Starndgängerbild.

Begegnung mit Natur

„So gelingt es Monika Jahnke in der Begegnung mit Natur ihrer jeweiligen Befindlichkeit bildnerisch Ausdruck zu verleihen“, betonte Finkenstädt.

Ihren weiteren Ausführungen zufolge hat Monika Jahnke schon als Kind gemalt und gezeichnet. Kunst habe sie immer interessiert. Mitte der 1980er Jahre belegte sie erstmals einen Malkurs bei Janusz Duda-Remi. Kohlezeichnungen und Stillleben waren die Techniken. Später widmete sie sich dem Aquarell. 2008 beschloss sie dann Acrylfarben auszuprobieren.

„Das Jahr 2015 machte Monika Jahnke bei einem Langeoog-Aufenthalt mit der Malerei in Pastellkreide näher bekannt“, lenkte Carmen Finkenstädt die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Pastellkreide-Bilder. „Insbesondere mit der Pastellkreide und ihren weichen Farbtönen scheint Monika ihre Technik gefunden zu haben, mit der sie ihre Liebe zur Natur bildnerisch umsetzen kann“, fuhr Finkenstädt fort. Und weiter: „Ihre naturalistisch gemalten Meerbilder wirken wie durch einen Softfilter. Der feinkörnige Sand der Dünenlandschaften ist haptisch förmlich zu spüren; das Meer zu riechen, das sanfte Weiß der Wolken schwebt dahin, die Wattlandschaft ist nacherlebbar. Stimmung pur!“

Eröffnung mit Klavieruntermalung

Leta Henderson untermalte die Ausstellungseröffnung musikalisch am Klavier. Für die Auswahl ihrer beiden Stücke und deren Vortrag erntete sie riesigen Applaus: Kiss the rain und Die Welle.

„Treffender hätte es nicht sein können“, meinte denn auch Monika Jahnke mit einem dicken Dank an die Pianistin.

Zum weiteren Programm des Tages gehörte eine Powerpoint-Präsentation zur Historie der Auburg vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart von Gemeindearchivar Timo Friedhoff. Den Part ab dem Jahr 1999, als der Kulturkreis seine Arbeit in dem Haus begann, übernahm Karsten Kleemeyer.

Bürgermeister Matthias Kreye betonte in seinem Grußwort „unsere Auburg steht mitten im Leben von Wagenfeld und das ist eine tolle Sache.“ Die Gemeinde werde im kommenden Jahr Mittel für Sanierungsarbeiten in den Haushalt einstellen. Und es sei der richtige Zeitpunkt, Danke zu sagen. Danke, lieber Heimatverein, danke, lieber Kulturkreis Auburg, was ihr für unsere Gemeinde macht. Ich wünsche mir, dass dieses gute Miteinander noch lange andauern wird“, betonte Kreye.  

 hwb

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