Luisa und Kiki im Tierpark Ströhen

Eine ungewöhnliche Freundschaft

Tierische Freundschaft: Luisa und Kiki (für die Vollbildansicht aufs Kreuz unten rechts klicken) wohnen im Tierpark Ströhen und verstehen sich gut.  - Foto: Habermann

Ströhen - Die kleine Lamastute Luisa hatte keinen guten Start ins Leben, als sie vor wenigen Tagen im Tierpark Ströhen das Licht der Welt erblickte. Ihre Mutter starb bei der Geburt und konnte sich von Beginn an nicht um die Versorgung des Fohlens kümmern.

Nachdem der Tierarzt feststellte, dass das Lamafohlen gesund ist und, außer der fehlende Versorgung durch die Mutterstute, keinerlei Komplikationen zu erwarten sind, entschieden sich die Tierpfleger vom Tierpark ohne lange zu überlegen, das Lamafohlen mit der Flasche aufzuziehen.

Eine große Aufgabe, die natürlich auch von der Praktikantin Mayrine Pommier, die am 1. August ihr vierwöchiges Praktikum als Tierpflegerin angetreten hat, unterstützt wird.

„Auch solche Aufgaben gehören zum Beruf des Tierpflegers“ freut sich Nils Ismer über den Einsatz seiner Mitarbeiter. „Ich bin froh, dass alle unsere Mitarbeiter auch nach Feierabend für solche Sonderaufgaben gerne zur Verfügung stehen.“

Schließlich geht es hier um das Leben der kleinen Luisa, die jetzt alle zwei bis drei Stunden ihre Flasche bekommt, bis sie aus dem Gröbsten raus ist. „Mindestens acht Wochen muss die kleine Luisa die Flasche bekommen“, erklärt Jürgen Grimberg, der in mehr als 40 Jahren als Tierpfleger einige Erfahrung in der Handaufzucht von Jungtieren gesammelt hat. 

„In ein paar Wochen werden wir damit beginnen, Luisa in ihre Herde zu integrieren, damit sie ihre Artgenossen kennenlernt. Im Moment ist sie noch zu klein dafür“, so Grimberg weiter.

Bis es soweit ist, hat sich eine eher ungewöhnliche Gesellschaft für Luisa gefunden. Das kleine, etwa sechs Wochen alte Schweinchen Kiki sollte eigentlich, zumindest vorübergehend, im „Bauernhof“ im Tierpark Ströhen einziehen. Kurzerhand wurde entschieden, dass es erst einmal wichtiger ist, dass Luisa Gesellschaft hat und nicht alleine leben muss. 

„Das funktioniert hervorragend“, freut sich Nils Ismer über das putzige Doppel. Die beiden sind schon richtig aufeinander fixiert und wenn einer der beiden beim täglichen Freigang durch den Tierpark außer Sichtweite gerät, hört man das sofort an den Rufen von Luisa oder dem Quieken von Kiki.

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