Druckerei „digitales“ produziert Stimmzettel und Flugblätter für die Kommunalwahl

Demokratie „Made in Wagenfeld“

Geschäftsführer Reinhard Kawemeyer (l.) zeigt einen Muster-Stimmzettel, Offset-Drucker Heino Ahrens hält eine Aluminium-Druckplatte. Vor jeder Kommunalwahl ist Hochbetrieb angesagt. J Foto: Jendrusch

Wagenfeld - Von Marcel Jendrusch. Am Sonntag sind die Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens aufgerufen, ihre Stimmen bei der Kommunalwahl abzugeben. Die Stimmzettel für die Gemeinde Wagenfeld und die Samtgemeinden Rehden und Barnstorf werden in der Region produziert: In der Druckerei von Reinhard und Stephan Kawemeyer aus Wagenfeld. Wir haben einen kleinen Einblick in die Arbeit bekommen.

„Wir drucken die Dokumente seit Firmengründung“, weiß der Senior zu berichten. „Schon seit 36 Jahren, noch am alten Standort.“ Ein kompliziertes Bewerbungsverfahren habe es damals nicht gegeben. „Die Gemeinden sind auf uns zugekommen, seitdem machen wir das“, erläutert Kawemeyer weiter.

In der Druckerei ist es laut, warm, und es riecht nach Farbe. „Wir produzieren hier sowohl im Offset-, als auch im Digitaldruck. Die Offset-Maschine schafft bis zu 6 000 Bögen, die Digitaldruck-Maschine gibt bis zu 2 000 Stimmzettel pro Stunde raus“, sagt der 69-Jährige. „Sind die Dokumente fertig, werden sie geblockt und an die Gemeinden ausgeliefert.“

Der Versand erfolgte bereits mehrere Wochen vor der Wahl. Der Grund liegt auf der Hand. „Nicht der eigentliche Wahltag ist für uns maßgebend, sondern der Tag, an dem die Gemeinden die ersten Briefwahlunterlagen verschicken können“, sagt Kawemeyer.

Doch nicht nur die offiziellen Dokumente verlassen das Druckhaus an der Gutenbergstraße in Wagenfeld, auch Wahlwerbung, hauptsächlich Flyer, wird hergestellt. Die Stückzahlen sind durchaus beeindruckend. Allein für die Wahl am Sonntag sind insgesamt etwa 300 000 Flugblätter für verschiedene Parteien gefertigt worden.

In der Vorwahlzeit sind die Pausen im Unternehmen sicher etwas kürzer als im Regelbetrieb. „Wir fangen morgens um 7 Uhr an, die Arbeit ist dann so gegen 18 oder 18.30 Uhr beendet“, sagt der Seniorchef. „Wir bieten den Parteien aber auch eine Art Komplettpaket, bestehend aus Gestaltung, Satz, Druck und Versand, an.“

Kawemeyer beschreibt die alle fünf Jahre herrschende Mehrarbeit als schön, aber auch stressig. „In dieser Zeit rotieren wir ganz ordentlich, schließlich müssen wir, neben der Arbeit für die Wahlen, auch unsere ,normalen‘ Aufträge bearbeiten.“ Am Ende gelte für seinen Betrieb jedoch dasselbe, wie für jeden anderen auch: „Die Maschinen müssen laufen.“

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