Sachstandsbericht zum Thema Breitband

Versorgung muss verbessert werden

Lemfoerde - REHDEN · „Die Breitbandversorgung der Samtgemeinde Rehden ist in vielen Gemeindebereichen unzureichend und bedarf einer Verbesserung.“ Das betonte Andreas Evers, Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung, während seines Sachstandsberichts zum Thema Breitband im Zuge der Sitzung des Samtgemeinderates Rehden.

In den nächsten Jahrzehnten werde die Verfügbarkeit von Breitbandnetzen in großem Maße Einfluss auf Wohlstand und Wirtschaftserfolg der Kommunen haben. Der Aufbruch in eine Informations- und Wissensgesellschaft habe begonnen, so dass die Verfügbarkeit schneller Internetanbindungen für die nachwachsende Bevölkerung von steigendem Interesse sei. „Ohne eine leistungsfähige Glasfaser-Infrastruktur verlieren Kommunen an Bedeutung“, verdeutlichte Evers.

Die unabhängige Beraterfirma BIB Tech war von der Samtgemeinde beauftragt worden, in einer Machbarkeitsstudie die aktuelle Situation zu erörtern und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Zielsetzung sei die Erhaltung der kommunalen Wettbewerbsfähigkeit durch eine nachhaltige Verbesserung der Breitbandversorgung für Firmen und private Haushalte.

Schnelles Internet

wird immer wichtiger

Die Ortschaften Barver und Rehden verfügen demnach in Teilen über eine Bandbreite von 16 MBit/Sekunde. Ein weiterer Ausbau im Festnetzbereich sei durch Telekom, Vodafone oder Ewetel nicht geplant. In der Ortschaft Wetschen und in anderen Ortsteilen ist DSL teilweise nicht verfügbar. Neben der Breitbandfunkversorgung durch das Mobilfunknetz, die sehr teuer sei und wegen des Kanal-sharings über eingeschränkte Bandbreiten verfüge, spiele die Versorgung mit LTE eine große Rolle. Diese sei durch Telekom und Vodafone erfolgt. Zudem errichte Telefonica im Diep-holzer Raum LTE-Standorte. Somit ist laut Studie im gesamten Untersuchungsbereich eine Funkversorgung mit bis 50Mbit/Sekunde im Sharing möglich. Nachteilig seien die Teilung der Bandbreite bei mehreren gleichzeitigen Nutzern und dass es nur Volumentarife gibt. Ungedrosselte Flatrates seien nicht verfügbar. Durch diese Übergangslösung werde der kurzfristige Handlungsdruck reduziert, jedoch keine endgültige Lösung für die künftige „Gigabitgesellschaft“ gefunden.

Die Studie kommt zum Schluss, dass im gesamten Untersuchungsbereich zur Sicherung der Versorgung mit Breitbandsignalen ein Ausbaubedarf bestehe, der im zeitlichen und finanziellen Umfang sehr unterschiedlich sei.

„Durch vorhandene Gewerbegebiete, deren Nutzer auf eine verlässliche Breitbandinfrastruktur angewiesen sind, die Erschließung neuer Gewerbeansiedlungen, neue Baugebiete und unterversorgte Wohngebiete entsteht konkreter Bedarf“, heißt es.

Im Bereich der gesamten Kommune ist laut BIB Tech langfristig, in den nächsten 20 Jahren, der Aufbau einer flächendeckenden Glasfaserversorgung (FTTB) sinnvoll. Aufgrund der vorhandenen Bedarfe, die mit den bestehenden Konzepten mittel- und langfristig nicht zufriedenstellend zu decken seien, sei es sinnvoll, die Ausbau-, Betriebs- und Vertriebsaufgaben einem regionalen Betreiber zu übertragen. Dieser solle dann im Auftrag der Kommune tätig sein. Da sich noch kein regionaler Betreiber zur Übernahme dieser Aufgabe gefunden hat, schlägt BIB Tech die Umsetzung von Pilotprojekten vor.

In diesem Rahmen könnten die Orte mit FTTC (Leitungen bis zum nächsten Verteiler) und FTTB versorgt werden. Aufbau und Betrieb ließen sich kostengünstig umsetzen.

Eine nachhaltige Breitbandstrategie lasse sich allerdings nur über eine Glasfaserversorgung aller Grundstücke sicherstellen, daher sollten alle Tiefbaumaßnahmen die Verlegung von Rohren auf strategisch sinnvollen Trassen auf Basis eines Masterplans beinhalten.

Langfristig sei der Ausbau eines FTTB-Netzes im gesamten Diepholzer Land sinnvoll. Ein kurzfristiger Glasfaserausbau würde sehr hohe Kosten verursachen. Diese würden sich bei Berücksichtigung eines vorhandenen Leerrohrnetzes, das in den nächsten 20 Jahren im Rahmen von Tiefbaumaßnahmen zu errichten sei, reduzieren.

Durch die langfristige Umsetzung dieser Strategie sei die Versorgung der Samtgemeinde mit einer Glasfaserinfrastruktur gesichert. Fertigstellung und Inbetriebnahme des Glasfasernetzes könnten sukzessive erfolgen.

Auch in der Ratssitzung in Wetschen sprach Gemeindedirektor Hartmut Bloch das Thema an. Er sagte: „Der Handlungsbedarf ist dringend. Wir müssen im nächsten Jahr zu Lösungen kommen und Geld in die Hand nehmen.“ Auch ein Partner müsse gefunden werden. Möglich sei die Gründung einer Netzgesellschaft als Standbein der Stadtwerke Huntetal, die dann von den Kommunen im Diepholzer Land finanziert werden müsste. · hkl

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