Qualifizierungskurs für Ehrenamtliche

Kröger: „Wir brauchen Begleiter für Senioren“

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Stephanie Kröger: „Wir brauchen mehr ehrenamtliche Seniorenbegleiter.“ 

Twistringen - Von Theo Wilke. Im Alltag ältere Mitmenschen unterstützen, Anteil nehmen an deren Leben, ihnen Zeit schenken, mit ihnen reden und zuhören, und etwas gemeinsam unternehmen. Dafür stehen ausgebildete ehrenamtliche Seniorenbegleiter. Davon gibt es allerdings bis heute in Bassum und Twistringen gerade mal 25. „Wir brauchen noch mehr“, meint Stephanie Kröger. Die Demografie- und Seniorenbeauftragte der Stadt Twistringen weist auf die nächste Qualifizierungsmaßnahme hin.

Aus anderen Gemeinden im Landkreis gibt es auch schon Anmeldungen, aber es sind noch freie Plätze vorhanden. Der neue Schulungskurs in Kooperation mit dem Senioren- und Pflege-Stützpunkt des Landkreises, den Alexianern und dem Bauverein Sulingen wird vom 6. September bis zum 29. November im Twistringer Rathaus, jeweils dienstags in der Zeit von 16 bis etwa 19.15 Uhr, angeboten.

90-Jährige blüht in Gesellschaft auf

Stephanie Kröger nimmt weitere Anmeldungen im Rathaus unter Telefon 04243/ 413-105 entgegen. „Wir suchen ehrenamtliche Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten, die Senioren begleiten, ob zu Hause, im Garten oder auch zum Einkauf und zum Arzt.“

Die Demografiebeauftragte macht deutlich: Es gehe um stundenweise begleitende Hilfe in der Woche, ohne dass ein Seniorenbegleiter, ob Mann oder Frau, sich irgendwann überfordert fühle. Nach der Qualifizierungsmaßnahme sei weiterhin an einen regelmäßgen Erfahrunsaustausch untereinander gedacht, um sich im Notfall gegenseitig zu unterstützen.

Unter dem Strich soll Entlastung einer betroffenen Familie stehen

Qualifizierte Begleiter erhalten 8.50 Euro für die Stunde, die Pflegekasse rechnet elf Euro ab. Unter dem Strich soll die spürbare Entlastung einer betroffenen Familie stehen.

Von einer 90-Jährigen weiß Stephanie Kröger, dass die Dame „richtig aufblüht“. Denn einmal in der Woche kommt eine Gesellschafterin beziehungsweise Begleiterin, damit die pflegende Tochter in der Zeit etwas anderes erledigen oder für sich tun kann. Sie nimmt sich dann eine Auszeit von Zuhause.

„Wer eine Seniorenbegleitung möchte, kann mich gerne anrufen“, bietet Twistingens Seniorenbeauftragte an. Gemeinsam werde man dann schon die passende Lösung finden. Andererseits könnten sich Frauen und Männer, die regelmäßig im Umfeld von Senioren helfen, überlegen, ob sie sich qualifizieren – und vom Nachbarschaftshelfer zum zertifizierten Seniorenbegleiter werden.

Der Kurs teilt sich auf in 50 Stunden Theorie und 20 Stunden Hospitation. Themen sind unter anderem Älter werden und Ernährung, Pflegeversicherung, ehrenamtliches Engagement, selbstbestimmtes Leben im Alter und Versicherungsschutz.

Die zukünftigen Seniorenbegleiter lernen auch etwas über mögliche Erkrankungen und alterstypische Beeinträchtigungen, über Tagesstrukturen bei Senioren, über Hilfe zur Pflege, den Umgang mit Menschen mit Handicap sowie über Hospizarbeit, Sterben und Tod.

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