Für die Twistringer Polizei bleiben Fahrraddelikte ein Dauerbrenner

Kommissar Zufall hilft manchmal auch weiter

Die Polizei an der Steller Straße: Bernhard Glandorf, Peter Bode, Anna Sudbrink und Reinhard Imken (v.l.).
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Die Polizei an der Steller Straße: Bernhard Glandorf, Peter Bode, Anna Sudbrink und Reinhard Imken (v.l.).

Twistringen - Von Theo Wilke. Die schwere Verwüstung im Schwimmpark Anfang Juli 2015 ist inzwischen aufgeklärt. An den im Februar durch einen überhitzten Industriekessel bei Alteco ausgelösten Großeinsatz und an die Feuersbrunst vom April auf dem Autohausgelände Jürgens erinnern sich die Beamten der Twistringer Polizeistation auch noch gut. Für sie bleiben Fahrraddiebstähle ein Dauerbrenner.

Was die Zerstörungen im Twistringer Freibad angeht, liege die Akte bei der Staatsanwaltschaft. Nach Geständnissen seien die mutmaßlichen Täter bekannt: zwei Jugendliche und ein Kind, im Alter von 13 bis 17 Jahren, so Stationsleiter Reinhard Imken im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Oberkommissar und sein Team an der Steller Straße konnten indes die Bauschutt-Geschichte aus dem Steller Moor noch nicht abschließen. Der Verursacher ist nicht bekannt, der einen Weg kurzerhand mit organischem Abbruchmaterial möglicherweise von einer Baustelle verfüllt hatte.

Umzug ins Rathaus

kein Thema mehr

Die positive Entwicklung in der Bekämpfung von Fahrraddiebstählen freut Imken. Wenn er zurückblickt: Zu Spitzenzeiten vor einigen Jahren noch 400 Delikte, ist die Zahl inzwischen deutlich zurückgegangen. 2015 waren es nur rund 80 Fälle, im Jahr zuvor noch um die 100.

Im Herbst vergangenen Jahres habe es zehn Straftaten in drei Monaten gegeben. Die Serie sei aufgeklärt, erläutert Kommissarin Anna Sudbrink, seit September in Twistringen. Als mutmaßliche Täter wurden Jugendliche von außerhalb ermittelt.

Imken weiter: 2015 habe die Polizei im Vergleich zum Vorjahr mehr Diebstähle aufgeklärt. Manchmal sei ihnen auch Kommissar Zufall zu Hilfe geeilt. Die Jahresbilanz für die Inspektion Diepholz und das Syker Kommissariat liegt aber noch nicht vor.

„Fahrräder sind immer ein Dauerbrenner“, betont Oberkommissar Imken. „Bei der angebotenen Registrierung von Rädern sei die Resonanz aus der Bevölkerung dürftig gewesen“, fügt er ein wenig enttäuscht hinzu. Dabei würde eine Registrierung noch schneller helfen, gestohlene Fahrräder wiederzufinden. Erfolgreich seien die öffentlichen Aufrufe für sichergestellte Drahtesel gewesen.

Mit dem Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Marhorst im Sommer hatten die Beamten von der Steller Straße so gut wie nichts zu tun. Auch die Flüchtlings-Notunterkunft am Schulzentrum beschäftigte sie kaum. Imken: „Das läuft dort äußerst ruhig.“ Wo doch Anwohner und andere Twistringer anfangs Befürchtungen geäußert hatten.

Zum Dienstalltag gehören auch vermeintlich kleinere Vorfälle, etwa die Beschädigung der Bienenstöcke am Gymnasium. Die Schulleitung hat eine Videoüberwachung angekündigt. Die Beamten nehmen Anzeigen auf, rücken zu Unfallorten aus oder helfen bei der Suche nach verlorenen Habseligkeiten.

Häufiger im Jahr müssen sich die Twistringer Polizisten mit Umweltsünden befassen. Da fällt Peter Bode gleich ein, was er nicht nur einmal „auf Streife“ durch die Stadt beobachtet hat: Einwohner verspritzen Gift auf Geh- und Radwegen, um Wildkraut oder Moos zu beseitigen. Da schreitet die Polizei ein. Denn hier geht es um eine Ordnungswidrigkeit. Das kann teuer werden.

Nicht nur der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, auch Branntweinessig sei verboten, erklärt Bode. In einem Fall erwischte er eine Anwohnerin mit mehreren Essigflaschen. Auf Befragen gab sie sich unwissend. So was erleben die Ordnungshüter nicht selten. Bode und seine Kollegen raten jedem, sich vorher zu informieren, was erlaubt ist.

Im laufenden Jahr haben sich die Beamten von dem Gedanken verabschiedet, sie könnten vielleicht in das Rathausgebäude an der Bundesstraße 51 umziehen. „Das ist kein Thema mehr“, sagt Imken. Die passende Immobilie sei noch nicht gefunden.

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