Musikalische Weltreise mit den Schmalver Buddelschippers

Von Twistringen aufs offene Meer

Die Schmalver Buddelschippers traten am Sonnabend im Gasthaus Zur Penne auf. - Foto: Sabine Nölker

Twistringen - Von Sabine Nölker. Ein bisschen um die Ecke denken mussten am Samstag die knapp 100 Besucher im Gasthaus Zur Penne zu Beginn des Shanty-Konzerts der Schmalver Buddelschippers:

„Wieso sind wir heute in Twistringen?“, fragte Moderator Peter Dünzelmann das Publikum. Die Antwort darauf gab er selbst. Da es in Schmalförden keine schiffbaren Flüsse gibt, auf denen man die Weltmeere erreichen kann, habe man sich für Twistringen entschieden. „Denn ein Teil der Hunte gehört hierher“ und von dort aus erreiche man die Weser und dann die Nordsee und somit die Weltmeere. „Auf diese Reise nehmen wir euch heute mit“.

Mit „Heute an Bord“ entführten die 13 Herren um Chorleiterin und Käpt´n Inge Nickel ihre Gäste in fremde Länder und animierten vor allem im zweiten Teil zum Mitsingen und Mitschunkeln.

Nach Bombay führte die musikalische Reise und in die Karibik. Nach England und Skandinavien, aber auch auf die Reeperbahn nach St. Pauli. Seemannslieder, aber auch originale Shantys, wie sie schon vor 200 Jahren von den Matrosen gesungen wurden, wechselten sich mit modernen Stücken ab. Die Sänger bewiesen, dass sie nicht nur Hoch- und Plattdeutsch singen können, sondern auch auf Norwegisch, Englisch und Französisch. Bei jedem Lied trat ein anderer Solist an das Mikrophon. Wie Ide aus den Niederlanden, der mit „Jamboree“ ein norwegisches Lied vortrug, bei dem das Publikum erstmalig so richtig mitging. Käpt'n Inge gab den Takt an und begleitete die Seebären auf dem Akkordeon. Unterstütz von Gitarre, Mandoline, Banjo und dem Teekisten-Bass, sang der Chor harmonisch und stimmkräftig sein Programm.

Gastwirt Bernd Bavendiek hatte an diesem Abend extra eine „Maritime Karte“ mit Fischgerichten angeboten, so dass sich Sänger und Gäste in der Pause für den zweiten Teil der Reise stärken konnten.

„Es hat richtig Spaß gemacht, hier heute zu singen“, dankte Peter Dünzelmann am Schluss zum Publikum. Und nach der letzten Zugabe brach der Applaus wie ein heftiger Sturm über den Shanty-Chor ein.

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