Irish Folk-Trio reißt 200 Gäste mit

Ein Gefühl von Irland

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Das Trio Woodwind & Steel sorgte für gute Stimmung in Twistringen.

Twistringen - Von Udo Scholz. Biere und Whisky aus Irland konnten den Saal des Hotels Zur Börse am Samstag zwar nicht in einen typischen kleinen irischen Pub verwandeln, aber sie hatten ihren maßgeblichen Anteil an der passenden Atmosphäre. Das Trio Woodwind & Steel hinterlegte nach drei Jahren wieder einmal seine Visitenkarte in Twistringen. Rund 200 Gäste nahmen die Musiker mit auf die Reise zur „Grünen Insel“.

Woodwind & Steel – das sind die Eheleute Ann und Ed O’Casey, die seit vielen Jahren im Vogelsbergkreis in Mittelhessen leben sowie seit etwa einem Jahr der Gitarrist Alex Vallon. Sie rissen das Publikum mit ihrer Mischung traditioneller Balladen aus Irland und von der Isle of Man sowie Musical-Songs mit. Von Beginn an ermunterte Ed O’Casey die Gäste zum kräftigen Mitklatschen: „Dies ist ein irisches Konzert!“ Eingespielte Tonausschnitte und die pointierte Moderation des Irish Folk vermittelten dabei eindrucksvolle Einblicke und zeichneten plastische Bilder von Irland.

Mit virtuosem Spiel in perfektem Zusammenwirken präsentierten Woodwind & Steel ein Programm, das beschwingte Heiterkeit und Begeisterung auslöste, aber auch durchaus Nachdenkliches bot. Das Schwarzbrennen von Potcheen (irischer Schnaps aus Gerste) als roter Faden und die teilweise dramatische Auswanderung, die im Laufe von Jahrzehnten Irlands Bevölkerung mehr als halbierte, waren beredte Beispiele der irischen Charakteristik, die „mit Barack Obama den ersten schwarzen Iren ins Weiße Haus führte“, so Ed O‘Casey.

Von „Irish Rover“ über „Finegan’s Wake“ spannten sie in ihrem gut zweistündigen Konzert einen weiten Bogen zu „Wild Irish Rose“ und „Hard Times Come Again No More“, ehe sie mit „Wild Rover“ (bekannt als „An der Nordseeküste“) die Stimmung auf einen ersten Höhepunkt führten. O’Casey kündigte einen Akt der Völkerverständigung und des Kulturaustausches an: „Wir Iren können gut singen, Ihr könnt schunkeln“, worauf es dann auch leicht fiel, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Zum Abschluss eines stimmungsvollen Abends durfte dann natürlich „Whisky in the Jar“ nicht fehlen, ehe frenetischer Beifall die Zugaben forderte.

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