Twistringer begehen Volkstrauertag

Für Frieden und Demokratie

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Flötistin Gwendolyn Schubert bereicherte die Gedenkstunde musikalisch. 

Twistringen - Von Sabine Nölker. „Wenn du den Frieden willst, bekämpfe den Krieg“, mit diesem Aufruf von Pfarrer Walter Nithack-Stahn beendete Bürgermeister Martin Schlake am Sonntagvormittag die Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Ratssaal.

Im Anschluss legten die Schießsportkameradschaft, die Feuerwehr, die Schützen sowie Vertreter der Stadt die Kränze an der Bachstraße und dem Kriegerdenkmal nieder. Bereits vor der Gedenkstunde hatte die DRK-Ortsgruppe einen Kranz an der Germania niedergelegt.

Gwendolyn Schulbert umrahmte die Gedenkstunde im Rathaus mit leisen Werken auf der Querflöte. In seiner Ansprache ließ Schlake keinen Zweifel daran, dass dieser Feiertag auch weiterhin begangen werden muss. „Nicht allein die beiden großen Weltkriege sind von Bedeutung für das Gedenken“, vielmehr auch die vielen hundert kleinen Kriege. „Der Volkstrauertag hat angesichts der unzähligen Opfer seinen Sinn deshalb nicht verloren, er bleibt auch mit zunehmendem zeitlichen Abstand von den Weltkriegen ein Tag der Trauer.“ Schlake erinnerte an die 55 bis 65 Millionen Menschen, die nach Schätzungen durch den Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren haben. „Wie viel Liebe, wie viel kreatives Potenzial, wie viel Lebensfreude ging mit jeder und jedem von ihnen verloren?“ Man trauere an Tagen wie diesen nicht alleine, sondern gemeinsam. „Das ist wichtig, weil es uns alle gemeinsam daran erinnert, wie kostbar Demokratie, Menschenrechte und Frieden sowie Verständigung in Europa und weltweit sind.“

Bürgermeister Schlake gedachte auch der Menschen, die derzeit auf der Flucht sterben und an die Kinder, die von ihren Familien getrennt und zu Waisen werden. „Der Krieg, der Tod, die Folter und andere Gräueltaten sind für uns allgegenwärtig.“ Jeder müsse wachsam sein und Stellung nehmen zu Ungerechtigkeiten.

Thomas Thamm nahm im Anschluss die Totenehrung vor. Nach dem Singen der Nationalhymne machte sich Schlake gemeinsam mit Ortsbürgermeisterin Renate Horstmann sowie der Schießsportkameradschaft auf den Weg zum Gedenkstein an der Bachstraße.

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