Kommunalwahl am 11. September

Fragen zur Wahl: Braucht Twistringen mehr Kulturangebote?

Twistringen - Im Vorfeld der Kommunalwahl am 11. September haben wir die Vertreter der kandidierenden Parteien in Twistringen um kurze Antworten auf Fragen zur Kommunalpolitik gebeten. In dieser Woche präsentieren wir die Antworten – jeden Tag sechs Antworten auf eine Frage. Heute geht es um das kulturelle Angebot in Twistringen.

Frank Hömer (CDU)

Sind Sie mit den städtischen Kulturangeboten zufrieden. Oder geht noch mehr, auch wenn das weitere Investitionen für die Kommune bedeuten würde? Können Sie Beispiele nennen?

Dieter Kalberlah (SPD)

Frank Hömer (CDU): Die Stadt Twistringen hat ein großes und gutes Kulturangebot. Wir sollten dafür Sorge tragen, dass der durch die GUT neu eingeführte Terminplan unter „www-Termine-Twistringen.de“ nicht einschläft. Dort sind für 2016 über 280 Veranstaltungen aus allen Bereichen eingetragen. Es sollte grundsätzlich darüber nachgedacht werden, dass die Kulturbeauftragte der Stadt auch Ansprechpartnerin für andere Veranstalter bzw. Veranstaltungen ist. Hier fehlt oft die Brücke zwischen Stadt und Veranstalter. Zurzeit finden wenige Veranstaltungen im Hochzeitswald statt, obwohl dieser dafür hergerichtet wurde. Die Veranstaltungen, etwa das Weinfest auf den zentralen Plätzen, sind ein voller Erfolg, aber auch jene in der Ziegelei, in den Kirchen und mit unserem Blasorchester, sind auf hohem Niveau und immer gut besucht. Hier geht unser großer Dank an die Ehrenamtlichen und der neuen Wirtegemeinschaft, die sich dort einbringen.

Hermann Niederwestberg (Grüne)

Dieter Kalberlah (SPD): In der Stadt Twistringen fehlt die kulturelle Vernetzung. Barnstorf zum Beispiel schafft dies ohne große Investionen durch die Kommune.

Fritz Wüppenhorst (FDP)

Hermann Niederwestberg (Die Grünen): Für eine Kleinstadt wie Twistringen gibt es mit den städtischen- und den Vereins-Angeboten sowie dem ‘Orgelherbst‘ einen beachtlichen und gut gefüllten, über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kultur-Veranstaltungskalender. Dazu die Sommerflohmärkte auf dem Festplatz und das jährliche Großereignis des Openair-Konzerts an der Ziegelei als Publikumsmagnet, einschließl. zusätzlicher Einzelveranstaltungen. Allerdings wäre es gut, bestehende Dishar-monien zwischen der Kulturbeauftragten der Stadt und anderen Kulturschaffenden bezüglich der Veranstaltungsthemen, zu bereinigen.

Martin Stricker (Die Linke)

Fritz Wüppenhorst (FDP): Die Stadt Twistringen wirbt zu recht mit ihrem umfangreichen Kulturangebot. Wichtig ist, dass die einzelnen Termine noch besser – auch mit Rücksicht auf kirchliche und andere Veranstaltungen – koordiniert werden, um zeitliche Überlappungen zu vermeiden. Die Stadt sieht in ihrem Kulturangebot einen harten Standortfaktor, um für auswärtige Besucher und/oder Bewohner noch attraktiver zu werden. Um der Kultur und der Gemeinschaft in den Ortschaften einen Raum zu geben, trete ich für die Förderung von Dorfgemeinschaftshäusern ein.

Heinz Meyer (FWG)

Martin Stricker (Die Linke): Man mag es vielleicht auf den ersten Blick gar nicht glauben, aber das Kulturangebot in Twistringen ist ausreichend. Es wird wirklich viel geboten. Wenn die Angebote manchmal meinen Geschmack nicht treffen, so finde ich, dass dies mein eigenes Problem ist. Was verbessert werden könnte, wäre die Information über anstehende Veranstaltungen. Ein Bericht in der Zeitung reicht oft nicht aus, weil nicht jeder eine Zeitung bezieht. Dies wäre mit zusätzlichen Kosten verbunden, aber machbar. Man muss nur wollen.

Heinz Meyer (FWG): Mit den städtischen Kulturangeboten sind wir zufrieden. Auch wenn in der Sache noch mehr möglich und gegebenenfalls wünschenswert wäre, sind weitere Angebote aufgrund der angespannten Wirtschaftssituation der Stadt nur auf ehrenamtlicher Basis möglich.

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