40 Jahre Handicap-Sparte des SCT

„Eine bewegte Geschichte“

Ehrungen für verdiente Spartenmitglieder (v.l.): „Abi“ Abraham, Bürgermeister Martin Schlake, Ludwig Kramer, Jan-Gustav Ahlers, Silvia Kramer, Ingo Müller und Hermann Franzen. - Foto: Nölker

Twistringen - Von Sabine Nölker. Ihr 40-jähriges Bestehen haben die Sportler der Handicap-Sparte im SC Twistringen am Sonnabend im Vereinsheim gefeiert. „Eine bewegte Spartengeschichte mit Aufs und Abs“, betonte Bügermeister Martin Schlake, „einen Familienbetrieb“ nannte es Jan-Gustav Ahlers vom Niedersächsischen Behindeten Sportverband. Es gab neben lobenden Worten auch Ehrungen und eine gelungene Überraschung.

Ludwig Kramer ist der am längsten amtierende Spartenleiter im SCT. Seit 1952 im Verein, übernahm er am 1. Januar 1985 die Leitung der Behindertensportgruppe, wie die Sparte lange hieß. Kramer hielt nach der Begrüßung einen kurzen Rückblick.

Lobesworte und Ehrungen

Am 1. Juni 1976 wurde die Sparte von Ludwig Hammann mit neun Mitgliedern gegründet. Kriegsversehrte, Unfallgeschädigte und Herzkranke sollten hier gemeinsam unter der Aufsicht von Dr. Athmann trainieren. Nur vier Jahre später zählte man schon 24 Mitglieder, 1995 waren es sogar 67.

Federball, Boßeln und leichte gymnastische Übungen standen auf dem Plan. Aber auch die Geselligkeit wurde von Beginn an ganz groß geschrieben. So gehören neben Kegeln sowie Spargel- und Kohltouren auch regelmäßig mehrtägige Busreisen auf dem Programm. 1984 sonderte sich die ambulante Herzsportgruppe von der HCS ab, von 1988 bis 2012 gab es eine separate Damengruppe, die von Beginn an von Silvia Kramer geleitet wurde. Die Kegelgruppe musste aufgrund von Mitgliederschwund aufgegeben werden. Ende 2014 hatte man nur noch 40 Mitglieder. „Wir hoffen, unseren Sport bei guter Gesundheit noch lange weiterführen zu können“, so Kramer.

„Vereine leben von Menschen, die sich über so viele Jahrzehnte ehrenamtlich engagieren“, lobte der Bürgermeister, der es „toll und bemerkenswert findet, was ihr macht“. Der Vorsitzende des SCT, Ingo Müller, schloss sich den Lobesworten an und nahm die Ehrungen vor. So wurde Hermann Franzen für seine 25-jährige Übungsleitertätigkeit von 1977 bis 2002 ausgezeichnet. Rolf Abraham – oder „Abi“, wie er genannt wird – ist seit dem 1. August 1986 Übungsleiter und führt seit 1997 die Gruppe für Menschen mit geistiger Behinderung, mit der er sogar an internationalen Fußballturnieren in Spanien teilnahm.

Silvia Kramer erhielt ihre Auszeichnung für 24 Jahre Übungsleiterin sowie für ihr Amt als Schriftführerin. Ehemann Ludwig Kramer für 31  Jahre als Spartenleiter.

Für eine gelungene Überraschung hatte „Abi“ gesorgt. Er hatte acht Männer des Shantychors „Sing man tau“ eingeladen, die mit Liedern die rund 40 Anwesenden begeisterten. Mit einem Büfett und der Bewirtung des Teams von von Daniela Dünzelmann und Stefan Trost feierte man bis in die Nachmittagsstunden.

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