Sponsoren gesucht

Ein JEP für alle Fälle

Maik Dannemann (l.) und Robert Buschmann vom Vorstand des Pfadfinder-Förderverein präsentieren die Pläne für den Jugend-Erlebnis-Platz (JEP). - Foto: Jaursch

Twistringen - Von Frank Jaursch. Ihr Meisterstück haben die Mitglieder des Pfadfinder-Förderkreises schon abgeliefert: Die Villa M, das schmucke Pfadfinder-Heim nahe des Schwimmparks in Stelle, strahlt seit zwei Jahren in knallroter Pracht – komplett aus Spendengeldern finanziert. Aber nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Längst hat der Vorstand eine neue Idee in der Pipeline. Eine Idee mit Namen JEP.

Die Abkürzung steht für einen „Jugend-Erlebnis-Platz“. Und was genau verbirgt sich dahinter? „Eine 50 Quadratmeter große Holz-Jurte“, antwortet Maik Dannemann, Mitglied des Förderkreis-Vorstands. Ein Versammlungsort also, der nahezu das ganze Jahr über von Gruppen genutzt werden kann – für Gruppenstunden oder Seminare, Grillabende oder Übernachtungen.

Das achteckige Bauwerk soll nur von drei Seiten geschlossen sein und unter anderem über eine Kochgelegenheit verfügen. „Wir wollen Natur erlebbar machen, und JEP soll uns dabei helfen“, erklärt Dannemann.

Die sechs Pfadfinder-Gruppen im Stamm Mauritius „halten sich ja sowieso häufig draußen auf“, betont er. Das neue Bauwerk, das auf dem 2000-Quadratmeter-Gelände der Pfadfinder ein gutes Plätzchen finden soll, böte die Möglichkeit, sich noch mehr unter freiem Himmel zu bewegen.

Zur Umsetzung der guten Idee braucht man nicht nur Manpower, sondern auch den finanziellen Hintergrund. Der Förderkreis verfügt über Eigenmittel von 8000 Euro; beim Errichten des JEP aber würden Kosten von etwa 36 000 Euro entstehen.

Also machen sich die Initiatoren wieder auf die Suche nach Geldgebern. „Wir haben schon viele dafür begeistert“, berichtet Vorstandsmitglied Robert Buschmann. Er hofft darauf, dass eine ähnlich große Welle der Hilfsbereitschaft durch Twistringen schwappt wie beim Villa-M-Bau.

„Wir wollen vernünftig wirtschaften“, sagt Dannemann, „und keine Darlehen dafür aufnehmen.“ Mit dem Bau wird erst begonnen, wenn die gesamte Summe zur Verfügung steht.

Der überdachte Platz ist nur eine von mehreren Ideen, die dazu beitragen sollen, das Mauritius-Gelände zu verbessern. In den Köpfen der Vorstandsmitglieder spuken noch weitere herum. Ein Niedrigseilgarten zum Beispiel. „JEP ist nicht das Ende“, zeigt sich Maik Dannemann sicher.

Und wer weiß – vielleicht nimmt sich ja der rührige Förderkreis irgendwann die doch ziemlich holprige Zuwegung zur Villa M vor?!

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