Arequipa-Basar im Gymnasium / Gründer von Casa Verde vor Ort

„Wenn Sie nicht auf Kekse stehen – wir haben Popcorn“

Beim Arequipa-Basar im Gymnasium verkauften Schüler für Hilfsprojekte in Peru. - Fotos: Husmann

Syke - Von Ilse-Marie Voges. Eine bunte Welt und ein vielfältiges Angebot von schönen und nützlichen Sachen für Advent und Weihnachten erlebten die Besucher im Syker Gymnasium. Die Schule war Veranstalter des Arequipa-Basars. Schönes und Nützliches boten die Schüler an. Der Erlös aus dem Verkauf geht an Blansal – Casa Verde in Arequipa in Peru.

Der Deutsche Volker Nack und seine peruanische Frau Dessy haben 1998 begonnen die Casa Verde aufzubauen. Ein Netzwerk von Kinderheimen ist längst Realität geworden, hilft den Straßenkindern und Jugendlichen, die von Armut und Gewalt begleitet wurden. Nack und seine Mitarbeiter garantieren, dass die Spendengelder zu 100 Prozent den Kindern zugute kommen.

In diesem Jahr war Volker Nack zu Gast im Gymnasium, erzählte von Projekten wie Kinderheim, Wohngruppen für Jugendliche, Zentrum zur Prävention von sexuellem Missbrauch oder Umwelt-Recyclingprojekten im Rahmen der Straßensozialarbeit. Anhand eines Filmes stellte Nack die Aufgaben der Einrichtung Casa Verde vor.

Die Organisatoren des Arequipa-Basars, Dr. Darko Marasovic und Petra Ruff, hatten ein ansehnliches Programm für die Besucher vorbereitet und die Kinder und Jugendlichen waren mit Begeisterung gern Kaufleute im Gymnasium. Hübsch weihnachtlich gestaltete Streichholzschachteln und jede Menge leckere Kekse gab es am Stand von Jannis und seinen Kollegen aus der Klasse 6 f 2. „Was darf’s denn sein ?“, fragte der junge Verkäufer und fügte hinzu: „Wenn Sie nicht auf Kekse stehen, wir haben auch Popcorn.“ Am Stand mit Produkten aus Arequipa gab es Kunsthandwerk und Handarbeiten, farbenfroh Gewebtes aus Alpacca-Garn wie Decken, kleine Rucksäcke, Fingerpuppen, Strickhandschuhe und viele typisch peruanische Dinge mehr.

Zwischen dem Bummeln konnten die Gäste immer wieder Halt machen und in der großen Aula, die ständig vollkommen mit Publikum besetzt war, Konzerte genießen. Der Chor des Gymnasiums oder die Big Band mit Pop, Jazz oder Dancing-Moonlight-Musik bereiteten Freude.

An den gut vorbereiteten Ständen der Schüler überraschte nicht nur Handgefertigtes, sondern auch „Hier war Goethe“, Weimar in Text und Bild. All die vielen Shops mit Leckereien wie Smoothis und Schokofrüchte, Safran-Reis, Lamington-Kuchen (australisch), Schokokuchen mit Kokosstreusel, Areschki –Zaubernüsse mit Karamel, Teigtaschen oder Bananenmuffins konnten sich über Kundschaft nicht beklagen.

Wer Lust hatte, in der Bibliothek zu stöbern, hatte sicher Erfolg. Vom Sachbuch, Krimi bis hin zu unterhaltender Literatur gab es alles, was Leseratten interessiert.

Weihnachtsschmuck und Dekomaterial aus Papier und Folie, Elche aus Pappe als Serviettenringe, um nur einige der kunsthandwerklichen Geschenkideen zu benennen, waren willkommen. Fazit der Eltern und Besucher generell: „Das ist ein toller Basar und immer wieder erlebenswert, zudem hilft er jenen, die Hilfe benötigen.“ Volker Nack dürfte erfreut sein über die hohe Akzeptanz seiner Projekte in Syke.

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