Wachendorfer Ensemble feiert mit Komödie „Rommé zu dritt“ Premiere

Drei alte Damen mit reichlich krimineller Energie

Herta Martens (Jasmin Pabstmann) gibt Agnes Bargen (Nicole Neddermann) schon einmal die Jacketts ihres verstorbenes Mannes zur Anprobe. Einen davon soll ihre Freundin während des Überfalls tragen.
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Herta Martens (Jasmin Pabstmann) gibt Agnes Bargen (Nicole Neddermann) schon einmal die Jacketts ihres verstorbenes Mannes zur Anprobe. Einen davon soll ihre Freundin während des Überfalls tragen.

Wachendorf - Von Tobias Kortas. Ist auf der Wanduhr die richtige Zeit eingestellt? Hört man die Musik auch? Regisseurin Eva Malmquist hat während der Theaterprobe des Freizeit- und Gemeinschaftsvereins Wachendorf alle Hände voll zu tun. Am Samstag feiert der Verein mit der Komödie „Rommé zu dritt“ von Petra Blume im Dorfgemeinschaftshaus Premiere. Beim „Wachendorfer Gemütlichen“ gibt es ab 19Uhr ein Knippessen. Das Stück selbst beginnt dann zwischen 20.45 und 21 Uhr.

Das Stück hat der Freizeit- und Gemeinschaftsverein bereits seit längerem auf Lager. „Das hat jetzt bestens gepasst, weil wir zuerst nur einen Mann als Schauspieler haben und in dem Stück auch nur ein Mann vorkommt“, erzählt Malmquist.

Bereits seit November laufen die Proben für „Rommé zu dritt“, seit Februar auf der mobilen Bühne im Dorfgemeinschaftshaus.

Am Dienstagabend gibt es noch einige kleine Probleme auszumerzen. „Hast du die Musik im Ohr?“, fragt Malmquist Manfred Rinas, der für die Tontechnik zuständig ist. Nein, noch hört der nichts. „Die Uhr läuft“, sagt die Regisseurin. „Immer dieser Stress hier“, entgegnet Rinas augenzwinkernd.

Auf der Bühne steht das Rommé-Spiel der alten Damen Herta Martens (Jasmin Pabstmann), Lisa Kastens (Nadine Helms) und Agnes Bargen (Nicole Neddermann) im Vordergrund.

Die drei Schauspielerinnen sind zwischen 30 und 40 Jahre alt. Spielt man da eigentlich gerne alte Damen? Absolut, meint Regisseurin Eva Malmquist. „Das macht ihnen am meisten Spaß. Da können sie mehr Marotten raushängen lassen und eigenwilliger sein als in anderen Rollen.“

Im Stück wird schnell klar, dass die alten Frauen vom immer gleichen Kartenspiel und den immer gleichen Gesprächen genug haben. Auch auf das marode Altersheim haben sie keine Lust. Für ein angenehmeres und spannenderes Leben muss Geld her.

An dieser Stelle wird es absurd. Die drei Damen beschließen tatsächlich, die Sparkasse auf der anderen Straßenseite zu überfallen – und zwar als Männer verkleidet. Herta und Lisa sind sofort Feuer und Flamme. Agnes ist das Gerede über den Überfall zu viel – sie fällt in Ohnmacht. Nach einer Weile wirft Herta ein feuchtes Tuch. „Huch“, ruft Nicole Neddermann, die die aufwachende Agnes spielt. Ja, das Tuch war tatsächlich feucht.

Das Stück hält immer wieder Stellen zum Lachen parat, zum Beispiel durch Konversationen, wie: „Mir fällt nichts ein“ – „Ach, das ist bei dir doch ganz normal.“

Zudem bringen die Schauspieler die Gestik und Mimik der Figuren authentisch auf die Bühne. So stellt Nadine Helms als Lisa in ihrer geduckten Haltung realistisch eine ältere und gebrechliche Frau dar. Andererseits zeigt sie zum Beispiel mit energischem Hüpfen auf, dass die alte Dame noch voller Energie ist.

Ergänzt wird das Ensemble von Nadine Ehlers und Marco Neddermann, die als Hertas Enkelin Kerstin Lohmann und deren Freund Norbert Staller dem verbrecherischen Trio auf die Schliche kommen.

Wie das alles ausgeht – dieses Geheimnis wird bei der Premiere am Samstag gelüftet. Weitere Termine sind am Sonntag, 6. März, um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen, am Freitag,

11. März, um 19 Uhr, und eine Frühstücksvorstellung am Sonntag, 13. März, um 9.30 Uhr, jeweils im Dorfgemeinschaftshaus.

www.fgv-wachendorf.de

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