Rusnari gestaltet auf der Museumsdiele unterhaltsamen Auftakt zu sommerlicher Konzerttournee

Virtuos gespielter Querschnitt durch Operette, Folklore und Pop

Das sibirische Ensemble Rusnari startete auf der Diele des Kreismuseums zu einer kleinen Konzerttournee durch Norddeutschland. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Als wunderbare musikalische Botschafter ihrer fernen russischen Heimat im sibirischen Altai-Gebirge erwiesen sich die Musiker der Gruppe Rusnari am Dienstag im Kreismuseum.

Schon zum 22. Mal gastiert das Ensemble in Deutschland. Die vier Musiker sind Virtuosen auf altrussischen Instrumenten: Nina Krjutschkowa und Xenia Kutusowa an den Domras, Wladimir Schön am Bajan und Alexander Krutejev an der Bass-Balalaika. Derzeit verbringen sie ihren Urlaub bei Edeltraut Oswald in Lilienthal und laden in der Region zu Konzerten ein.

Gut 50 Besucher waren auf die Diele des Kreismuseums gekommen. Viele davon waren „Wiederholungstäter“, die das Ensemble bereits von früheren Auftritten her kannten. Dass so viele Besucher bereits zum zweiten oder dritten Mal gekommen waren, unterstreicht die Qualität der Musik von Rusnari.

Der erste Teil, den Moderatorin Edeltraud Oswald als den „klassischen Teil“ bezeichnete, bestand aus einem bunten Mix aus Operette, Evergreens, Pop und Folklore. Die Ouvertüre aus Carl Zellers Operette „Der Vogelhändler“ spielten sie mit der gleichen Hingabe wie ein Rondo von Mozart, eine griechische Fantasie von Mikis Theodoraki oder das „Halleluja“ von Leonard Cohen. Insbesondere dieses „Halleluja“, gesungen von der Sopranistin Valentina Litvina, ließ die Zuhörer förmlich dahinschmelzen.

Folkloristisch gekleidet präsentierten die vier Musiker im zweiten Teil russische Folklore. Virtuos entlockten sie ihren Instrumenten wunderbare Musik. Mal verhalten und schwermütig, dann wieder fröhlich und unbeschwert lebenslustig. Mit ganz viel Herz spielten sie ein Potpourri russischer Melodien, in dem die „Abendglocken“ ebenso vorkamen wie „Stenka Rasin“. Dieses Potpourri hat ihnen Jewgenij Krutschkow geschrieben, der auch die klassischen Stücke für die altrussischen Instrumente neu arrangiert hatte.

Natürlich durfte im zweiten Teil auch „Laras Thema“ aus dem Film „Doktor Schiwago“ nicht fehlen, und ganz verhalten summten mehrere Zuhörer die Melodie mit. Schon lange vorher hatten sie bei einer temperamentvollen Quadrille und der von Valentina Litvina wunderschön vorgetragenen „Zigeunerromanze“ mitgeklatscht.

Edeltraut Oswald hätte die Zuhörer nicht daran zu erinnern brauchen, dass das Ensemble auf Zugaben vorbereitet war. Es wäre für die Zuhörer auch zu schade gewesen, wenn sie „den“ Sirtaki von Theodorakis und den „Hummelflug“ von Rimsky-Korsakow nicht hätten hören können.

Nach dieser gelungenen Premiere geht das Ensemble jetzt auf Tournee durch Norddeutschland. Ein weiteres Konzert im Landkreis steht allerdings nicht auf dem Tourneeplan. Das Ensemble tritt vorwiegend im Elbe-Weser-Dreieck und in Bremen auf.

Dabei hatte es vor dem ersten Konzert ein Riesenproblem gegeben, denn der Bajan, das große Knopfakkordeon, war bei dem Flug aus Sibirien im Frachtraum schwer beschädigt worden und musste von den Experten eines Musikhauses in Osterholz-Scharmbeck aufwändig repariert werden. – Schön, dass das noch rechtzeitig geklappt hat.

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