Barrier Grundschule hat Neubau bezogen

Viel geschafft und viel zu tun

Die Klasse 3a ist zufrieden in ihrem neuen Domizil. Die weiße Fläche an der Wand im Hintergrund allerdings macht einen Mangel deutlich: Noch fehlt den Schülern eine Tafel – oder vielmehr die moderne Variante, ein interaktives Whiteboard. - Fotos: Ehlers

Barrien - Von Frank Jaursch. Umzugskartons im Büro der Rektorin, fehlende Tafeln und Garderoben in den Klassenräumen, Lücken in der Decke des Lehrerzimmers: Dass die Grundschule an der Wassermühle sich gewissermaßen mitten im Umzug befindet, wird an allen Ecken und Enden sichtbar.

Schulleiterin Brigitte Köhler ist dennoch dankbar, den jetzigen Stand erreicht zu haben. Den Löwenanteil der Umbaumaßnahme haben Lehrkräfte und Schüler immerhin schon hinter sich. Mit dem Start des neuen Schuljahres vor gut einer Woche hat auch die Nutzung des Erweiterungsbaus begonnen.

Danach hatte lange nicht ausgesehen, gesteht Schulleiterin Brigitte Köhler. Während der Sommerferien war sie regelmäßig vorbeigekommen, um den Fortschritt der Baumaßnahme zu verfolgen. Ihre Bedenken waren groß.

Doch nicht zuletzt mit Hilfe der Reinigungs- und der Lehrkräfte, die am Ende der Ferien drei Tage lang im Lehrerzimmer und in den Klassenräumen werkelten, präsentierte sich die Schule schließlich halbwegs bereit für ihre Aufgaben.

In den neuen Klassenräumen fallen die guten und noch nicht so guten Aspekte besonders ins Auge: Im Klassenzimmer der 3a im ersten Stock des Neubaus freuen sich die Mädchen und Jungen über den hellen Raum mit eigener Garderobe – nur leider fehlt die eigentliche Garderobe noch. 

Moderne Schalldämmung und Lichttechnik sorgen im visuellen und akustischen Bereich für einen Quantensprung – doof nur, dass das interaktive Whiteboard (das moderne Gegenstück zur guten alten Tafel) leider noch nicht da ist.

„Wir improvisieren alle“, schmunzelt Konrektorin Helene Rosenko: An Schränken oder Türrahmen kleben Zettel, ein Tageslichtprojektor dient als Tafel-Ersatz.

Schulleiterin Brigitte Köhler (r.) und Konrektorin Helene Rosenko vor dem Anbau der Grundschule an der Wassermühle.

Nebenan warten die neuen Toiletten auf kleine Geschäftemacher – prinzipiell jedenfalls. Faktisch hängen seit Schuljahresbeginn zwei „Gesperrt“-Zettel an den Türen des Mädchen- und des Jungen-Klos. Was vor allem deshalb besonders stört, weil es auch in den neuen Klassenzimmern keine Waschbecken mehr gibt.

„Alles ein bisschen provisorisch“, sagt Köhler fast entschuldigend, als sie auf den Bereich deutet, in dem die Küche im Lehrerzimmer stehen soll. Der Computerraum ist verstaubt und vollgestellt. „Wir müssen gucken, wann wir den nutzen können“, erklärt die Rektorin.

Noch wartet Köhler auf den Tag, an dem sie die „Geschafft!“-Erleichterung verspürt. „Es gibt noch zu viele Kleinigkeiten zu erledigen.“ Und auch noch ein paar Großigkeiten: Während der Neubau mit ausgezeichnetem Schallschutz punktet, muss im Altbau aus den 1960er-Jahren nachgebessert werden.

Dafür wurden die alten Decken abgenommen – der Klassenraum der 1d präsentiert sich derzeit in einer hallenden Akustik, die so mancher Kirche zur Ehre gereichen würde. Eine große Belastung für Kinder und Lehrerinnen. In den Herbstferien soll Abhilfe geschaffen werden. „Wir wissen, dass es nicht anders geht“, sagt Köhler zu den Verzögerungen, „und nehmen das so in Kauf. Aber wir wollen uns nicht weiter vertrösten lassen.“

Köhler und Rosenko schätzen, etwa ein Viertel der Arbeit noch vor sich zu haben – aber damit eben immerhin auch schon 75 Prozent hinter sich. Drei Wochen Zeit haben die Handwerker noch für möglichst viele Verbesserungen. Am Freitag, 2. September, erfolgt ab 15 Uhr die Einweihungsfeier. Hoffentlich bei Sonnenschein unter freiem Himmel: Der einzige Raum mit angemessener Größe – der Musikraum aus dem Jahr 1926 – ist derzeit gesperrt. Grund: Ihm fehlt ein zweiter Fluchtweg.

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