Junge Künstler aus Malawi und Swaziland erobern die Bühne des Westflügels

Ein Stück buntes Afrika

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Beim Auftritt im Westflügel beeindruckten die Akteure im Alter zwischen 10 und 18 Jahren mit einer farbenfrohen Show. 

Syke - Von Angelika Kratz. „We are the World, we are the Children“ sang der Westflügel voller Inbrunst den Song aus dem Jahr 1985. Fast greifbar war die Energie, eine zunehmend aus den Fugen geratene Welt durch Kinder und ihre unglaubliche Lebensfreude zu retten. Zumindest an diesem besonderen Thanksgiving-Abend mit den jungen Gästen aus Malawi und Swaziland beim Benefizkonzert der Gruppe „Amitofo Care Center“ (ACC).

Für eine Woche machen die 18 Jungs und Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren Station im Westflügel, der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für psychisch erkrankte Erwachsene. Auf Deutschlandtour ist die Abordnung von ACC, den ersten buddhistischen Waisenhäusern Afrikas, auf der Suche nach Patenschaften, finanzieller Unterstützung und Bekanntmachung ihrer Botschaft, in Afrika durch den Buddhismus lebenswichtige Hilfe zu leisten.

Bruce Tai, Vorsitzender des ACC Germany, führt die fröhliche Gruppe neben Stationen in Hamburg, Düsseldorf und Berlin auch nach Syke. Das eigene Schicksal mit der bestmöglichen schulischen Unterstützung in die Hand zu nehmen, sei Grundsatz von ACC für die in große Not geratenen Aids-Waisen. Lebensperspektive wird den Kindern mit einer friedlichen Mixtur aus afrikanischer und chinesischer Kultur und der buddhistischen Philosophie gegeben.

„Sprachen öffnen die Tore zur Welt“

Neben der Pflege der eigenen Landessprachen gehören auch Englisch, Chinesisch und Französisch zum Unterrichtsangebot. „Sprachen öffnen die Tore zur Welt“, weiß Bruce Tai mit der notwendigen Bildung einen Ausweg aus dem Elend zu schaffen.

Mit dabei war auch Dharma-Meisterin Miàohóng, die Westflügel-Leiterin Christa Kröning mit einer Urkunde für ihre Unterstützung dankte. Humorvoll schilderte die buddhistische Nonne anfängliche Probleme mit dem Essen. Als dann italienisch gekocht wurde, war auch die Welt für die afrikanischen Leute wieder in Ordnung.

Pickepackevoll war der Feierraum vor der kleinen Bühne. Die Gäste sollten eine atemberaubende Generalprobe zum großen Auftritt gestern in der Bremer Glocke erleben. „Auf dieser kleinen Fläche solch ein tolles Programm hinzubekommen, ist erstaunlich“, gab es Anerkennung von Christa Kröning.

Es wirbelte auf der Bühne mit den ausgebildeten Kung-Fu-Meistern, „den großen Jungs“, wie Bruce Tai die bis zu 18-Jährigen mit einem stolzen Lächeln beschrieb. Sie wurden zum Tiger, Adler oder einer giftigen Schlange und faszinierten mit ihrer akrobatischen Körperbeherrschung durch jahrelanges Training.

Träume vom Fliegen bis zum Disneyland, Tänze aus Swaziland, Trommeln und Pfeifen voller perfektem Rhythmus ließen den Boden erbeben und verwandelten den Westflügel in ein Stück buntes Afrika voller Hoffnung und Lebensfreude.

Die Gruppe hatte zur Freude aller Gäste auch deutsche Lieder einstudiert. So quakten die Frösche im Teich, und hoch ging es auf dem angespannten Wagen mit einem alten Volkslied durch die fremde Landschaft. „Die Gedanken sind frei“, beendeten das gut einstündige musikalische Programmteil.

Dem folgte der zweite Höhepunkt des Abends mit dem kulinarischen Angebot. Bereits vor Sonnenaufgang standen Vivianne und Laurent Kovassi mit Hanne und Toni in der Küche und bereiteten Leckereien zwischen Hefebällchen, Kochbanane, Süßkartoffeln, Hühnercurry und Käsespießen zu. Afrika und Deutschland mit allen Beteiligten setzten sich an den vielen Tischen zusammen und kamen ganz locker ins Gespräch. Ein Thanksgiving, wie es nicht schöner hätte sein können.

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