Straßenmeisterei unterbindet Abkürzung zu McDonald‘s und zum Hachepark

Hindernis für Linksabbieger

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Weithin sichtbar sind die neuen Leitschwellen auf der B6, die ein Abbiegen nach links unmöglich machen sollen.

Von Frank Jaursch. Es gibt Veränderungen auf dem Weg zur Arbeit, die man nur beiläufig oder auch gar nicht wahrnimmt. Und es gibt solche, die einem sofort ins Auge fallen. Am Donnerstag dürften fast alle Autofahrer, die auf der B6 durch Syke fuhren, markante Neuerungen wahrgenommen haben: Auf dem Mittelstreifen sind zwei mehrere Meter lange Leitschwellen angebracht worden.

Damit wird den Autofahrern, die in Richtung Bremen unterwegs sind, ab sofort das Linksabbiegen auf den McDonald‘s-Parkplatz und auf die Aldi-Zufahrt unmöglich gemacht.

Verboten war es schon zuvor. Darauf weist Frank Dannemann von der Straßenmeisterei in Bruchhausen Vilsen hin. „Eine durchgezogene Linie ist da immer schon gewesen“, erklärt er.

Nur: Gekümmert hat es offenbar kaum jemanden. Die durchgezogene Mittellinie wurde tausendfach ignoriert. So sehr, dass die Linie bereits erneuert werden musste, weil sie schon so abgenutzt war.

Dabei gebe es gute Gründe für das Linksabbiege-Verbot, betont Dannemann. Die Auffahrten seien schlecht einsehbar, mit dem Verbot wolle man das „Gefährdungspotenzial ausschließen“, das von beiden Stellen ausging. Schon im Bebauungsplan für das Hachepark-Center hatte es diese Auflage gegeben. „Darüber gab es eine lange Diskussion“, erinnert sich Bürgermeisterin Suse Laue an die Lösungsfindung.

Mitte vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung bei einer Verkehrsschau noch einmal darauf gedrängt, die Verkehrssituation zu klären. Am Donnerstagmorgen brachten dann die Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung die Leitschwellen an.

Lebensdauer:

„Mindestens 15 Jahre“

Die Schwellen sind so konzipiert, dass auch ein Überfahren keinen Schaden anrichtet. Die darauf angebrachten Sichtzeichen („Bischofsmützen“) klappen beim Überfahren nach hinten weg und stellen sich anschließend wieder auf.

Die Materialkosten liegen bei etwa 3000 Euro, Dannemann glaubt trotz der kritischen Position an eine lange Lebensdauer: „Die sollten mindestens 15 Jahre halten.“

Auf der Syker Facebook-Seite sorgte die neue Leitschwelle für eine Diskussion: Während einige Nutzer den Einbau als überfällig begrüßten, kritisierten andere vor allem die Regelung beim Schnellrestaurant. Wer den Drive-In-Schalter nutzen wolle, müsse künftig mindestens einmal wenden, so ein Kritikpunkt.

Zumindest in einem kann Suse Laue den Kritikern die Sorge nehmen: Die neuen Straßenelemente belasten nicht den Syker Stadthaushalt. Die Umsetzung erfolgt mit Bundesmitteln.

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