Künstler Alfred Meyer verkauft rund die Hälfte seiner Werke

Schräge Vögel und mächtige Fabelwesen

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Auge in Auge mit einem „wilden“ Tier. Künstler Alfred Meyer präsentierte seine Werke. 

Syke - Von Dagmar Voss. Schräge Vögel und mächtige Fabelwesen, skurril gemusterte Urviecher, rosa Elefanten und ungewöhnliche Pflanzen präsentierten sich am Sonnabend an der Kafu-Kreuzung (Kreuzung Ernst-Boden-Straße/B 6). Zum zweiten Mal konnten dort Gäste die Ausstellung mit dem Motto „K(uns)t kann man kaufen“ besuchen – und eins dieser Kunstwerke mit nach Hause nehmen. Geschaffen hatte diese ganz besonderen Wesen der Künstler Alfred Meyer.

Der aus Bassum stammende Naturliebhaber bildet seit Jahren Flora und Fauna, phantasievoll gestaltete Kreaturen und auch schon mal Menschen aus Pappmaschee nach. Seiner Leidenschaft geht der 74-Jährige in seiner Werkstatt im Bassumer Wohnheim der Lebenshilfe Syke nach. Gut 40 Skulpturen hatten er und sein Betreuer Daniel Zimdars mitgebracht, nur gut die Hälfte davon mussten sie nach der Ausstellung wieder mit nach Hause nehmen.

Zur Entscheidung brauchten manche Gäste fast eine Stunde, meinte Meyer. Und vor allem standen die ersten Kunden schon vor der Öffnung, also vor 11 Uhr, vor der Tür. Kein Wunder, denn da fällt die Entscheidung nicht leicht, ob man eher eine pinkfarbene Ziege oder eine Giraffe mit Punktmuster, Urmel aus dem Eis oder einen weiß-rosa gepunkteten, mit großen Reißzähnen versehenen Bären mitnimmt. Oder eher eine Tulpe oder einen Kaktus.

Hilfreich war sicherlich, dass es Kaffee und Kuchen gab, sodass bei einem kleinen Plausch mit dem Künstler die Entscheidung vielleicht leichter fiel.

Viele Objekte hatten Meyer und Zimdars im ganzen Wohnheim eingesammelt, denn dort zieren sie die Flure. Wahrscheinlich werden die Bereiche aber nicht leer bleiben, denn Alfred Meyer hat neue Ideen, die dann wieder die Innenräume des Wohnheims bevölkern werden.

Zufrieden über den Erfolg war der agile Senior, vor allem auch über zwei neue Aufträge, mit denen er nach Hause fahren konnte.

Matschen im Keller

Die ersten Schritte dazu wird er dann zunächst in seinem Zimmer anfertigen. Also erst einmal ein Grundgerüst aus Zeitungspapier und Stöcken herstellen. Danach geht’s in seinen Werkraum im Keller. Dort wird mehr gematscht, denn da kommen Klopapier und Kleister ins Spiel – und die Idee, was es denn werden könnte. Zum Schluss wird das Ergebnis dann mit Farbe und Lack versehen. Etliche dieser Fantasiegebilde warten im Keller auf eine neue Heimat, aber man kann diese Schöpfungen auch in der Dauerausstellung in der Syker Stadtbibliothek bewundern.

Seit gut 30 Jahren wohnt Alfred Meyer im Lebenshilfe-Wohnheim für Behinderte und fühlt sich dort bestens aufgehoben. Sein Wohlfühlen in dieser Lebensform kommt bestimmt auch aus der Tatsache, dass er seit vielen Jahren diese eigene Werkstatt hat, in der er seine ganz besonderen Kreationen fertigt, diese witzigen und knallbunten Figuren in unendlich vielen ausgefallenen Variationen. Mal überlebensgroße Geschöpfe, Saurier oder Drachen mit gefährlichem Aussehen oder geflügelte Fabelwesen, und neuerdings immer mehr Pflanzen und Blüten auf Stängeln.

Ebenfalls an die Ausstellung angeschlossen hatten sich Fitz Fenti aus dem Bremer Schnoor mit kreativen Geschenkideen. Zwei Autohäuser und eine Gartenbaufirma dockten sich an die Ausstellung an. Der Dank ging an die Kooperation der teilnehmenden Aussteller, sowie an die Firmen, die das Ausstellungsgelände wiederholt zur Verfügung gestellt haben.

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