Runde Sache – guter Mix

Konzertverein JFK stellt neues Programm vor

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Mit der Aussprache gälischer Begriffe und Namen ist das ja immer so eine Sache. Goitse spricht sich zum Beispiel „gui-tscha“. Das heißt übrigens „Komm her!“ – eine Aufforderung, der man in diesem Fall unbedingt nachkommen sollte. Denn nachdem JFK in der vergangenen Saison mit Altan so etwas wie eine Ikone der irischen Musik präsentiert hat, stellt der Verein in dieser Saison die derzeit wohl vielversprechendsten Newcomer von der Grünen Insel vor. 

Syke - Von Michael Walter. Gerd Harthus ist überzeugt: „Wir haben eine runde und gut gemischte Saison vor uns.“ Der frisch gewählte neue Chef im Hause JFK stellte jetzt mit seinem bisherigen Vorgänger und jetzigem Vize Rainer Köster bei einem Pressegespräch das neue Konzertprogramm vor.

Der Konzertverein bleibt seinem Namen dabei treu: Sechsmal Jazz, einmal Folk und dreimal Klassik stehen von September bis März auf dem Plan. Dazu noch einmal Chanson. Den Auftakt macht bereits am kommenden Samstag Ellen Andrea Wang aus Norwegen. Mit ihrem Trio spielt sie ab 20 Uhr im Saal der Kreissparkasse.

„Das wird ein schönes melodiöses Eröffnungskonzert“, ist sich Harthus sicher. „Man muss da nicht Jazz drin sehen“, findet er. „Das hat auch Rock- und Soul-Elemente und geht ein bisschen in Richtung Singer/Songwriter. Das ist eine Band, bei der man mit Schubladen vorsichtig sein sollte.“

Glasklaren Modern Jazz spielt hingegen das Piano-Trio Phronesis beim zweiten Konzert der Saison am 29. Oktober. Harthus: „Das ist hochkomplexe Musik, wo man richtig zuhören muss, wenn man es genießen will.“

Bereits am Samstag beginnt die neue Konzertsaison von JFK. Erster Gast ist Ellen Andrea Wang aus Norwegen mit ihrem Trio. - Foto: Solveig Selj

Etwas außer der Reihe stehen Anfang November dann die beiden Kaffeehauskonzerte im Ratssaal auf dem Programm. Traditionell gibt es Kaffeehausmusik aus den 1920er- und 30er-Jahren mit dem Bremer Salonorchester. Gast ist dieses Mal die Hamburger Sängerin Kristina Neuwert. Karten für diese beiden Konzerte gibt es nicht im regulären Vorverkauf, sondern ausschließlich bei JFK unter 0421 / 895 159 oder 04242 / 64 80.

Seit 2013 besteht die Berliner Neuauflage des vielbeachteten Andreas Willers Octet aus den 90er-Jahren – mit einem Musiker weniger. Am 20. November ist dieses Ensemble unter dem Namen Andreas Willers’ 7 of 8 bei JFK zu Gast. Harthus: „Dieses geschrumpfte Oktett macht Modern Jazz und glänzt durch große Spielfreude.“

Mit Claudia Rinaldi (Klavier) und Volodia Mykytka (Viola) wird es am 3. Dezember klassisch. Obwohl dieses Konzert im Rahmen der Weihnachtlichen Kulturtage angesetzt ist, weicht JFK dafür ausnahmsweise von der Christuskirche in den KSK-Saal aus. Rainer Köster erklärt: „Klavier in der Kirche wäre akustisch problematisch.“

Anfang Januar bringt das Quartett Doran-Stucky-Studer-Jordi die Musik von Jimi Hendrix in einem neuen jazzigen Gewand auf die Bühne.

Weitere Protagonisten sind die irische Folk-Band Goitse am 25. Januar, das Caro Josée Quartett am 25. Februar und Tim Fischer am 18. März. Das Tomasz Stanko Quartett beschließe am 6. April die Konzertsaison. Gerd Harthus: „Es sei denn, uns fällt noch etwas ein, und wir verlängern sie noch.“

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