Seckenhauser Grundschulklasse besucht Sozialkaufhaus der Awo

Nachhaltig beeindruckt

Peter Cohrsen und Kai Kampe empfingen am Mittwoch die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Seckenhausen zu einem Besuch im AWO-Sozialkaufhaus - Foto: Büntemeyer

Barrien - Vor dem Barrier Sozialkaufhaus begrüßte Awo-Kreisvorsitzender Peter Cohrssen am Mittwoch die von ihrer Klassenlehrerin Heide Wetjen-Willms und zwei Müttern begleitete Klasse 3b der Grundschule Seckenhausen. Diese Grundschule feiert gegenwärtig die „autofreie Woche“ und stellt den Unterricht in allen Klassen in dieser Woche unter das Thema „Zivilcourage und Nachhaltigkeit“.

Die Klasse 3b legt einen Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit und hat daher den Besuch im Sozialkaufhaus in den Unterricht einbezogen. „Die Schüler sollen erkennen, dass man nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch nachhaltig agieren kann“, erklärt Wetjen-Willms den pädagogischen Ansatz für diesen Besuch.

Die Kinder waren beeindruckt vom großen Angebot, das ausnahmslos aus Spenden besteht. „Wenn man etwas nicht mehr benötigt, muss man es nicht gleich wegwerfen, weil andere es vielleicht noch gut gebrauchen können“, erklärte Peter Cohrsen das einfache Prinzip. Menschen hätten dem Sozialkaufhaus diese Dinge geschenkt – und die Artikel werden zu niedrigen Preisen verkauft, damit Leute sie erwerben können, die sie sich normalerweise nicht leisten können. „Schaut euch mal um“, forderte er sie auf.

Und das taten die 17 Mädchen und Jungen auch. Sie waren begeistert, als Cohrsen ihnen dann auch noch anbot, auf alle von ihnen begehrten Spielsachen und Spiele 50 Prozent Rabatt zu gewähren. Für Tom war sofort klar, dass sie dann nur die Hälfte des angegebenen Preises bezahlen müssen – klassisches Beispiel für fächerübergreifenden Unterricht.

Aber sie haben nicht nur diesen Rabatt in Anspruch genommen, viele von ihnen hatten auch Dinge aus ihrem Spielzeugfundus mitgebracht, die sie dem Sozialkaufhaus schenkten. Sie hatten verstanden, was ihnen ihre Lehrerin unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ vermitteln wollte. Und sie gaben die mitgebrachten Bücher, Spiele und eine Barbiepuppe ab.

Dann stöberten sie in den Auslagen, rechneten den Preis minus Rabatt aus und verglichen das Resultat mit ihrem Taschengeld. Sie kauften sogar Gesellschaftsspiele für die Regenpausen in der Schule. In der Möbelabteilung probierten Leonardo, Söhnke und Anh Minh diese Spiele gleich aus. „Das ist eine tolle Klasse“, lobte die Klassenlehrerin ihre Mädchen und Jungen. 

Tom kaufte seinem kleinen Bruder Max ein Bilderbuch, und plötzlich hieß es „Für die Bücher braucht ihr gar nichts zu bezahlen!“ Auch im großen Korb mit den Kuscheltieren durften sie sich kostenlos bedienen, und zum Abschied schenkte Möbelkaufhaus-Leiter Kai Kampe den Kindern auch noch ein Eis. - bt

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