Monolith als Schatz-Schatulle

Modelle für den Anbau am Kreismuseum Syke präsentiert

Christian Hartmann (l.) vom Architektenbüro Freitag-Hartmann-Sinz, Berlin, nimmt von Christian Schmitz (2.v.l.) und Landrat Cord Bockhop den Siegerpreis des Wettbewerbs entgegen.

Syke - Von Anke Seidel. „Wir stellen etwas Besonderes aus. Da ist es wichtig, den Ort nicht dominieren zu wollen“, nennt Christian Hartmann die Maxime für seinen Museums-Entwurf: Ein archaischer Monolith in Backstein-Optik soll die Goldschatz-Präsentation und die Pipeline-Archäologie am Kreismuseum Syke beherbergen.

So hat es die Jury des Architekten-Wettbewerbs entschieden. Das Büro Freitag-Hartmann-Sinz aus Berlin hat damit den mit 8 000 Euro dotierten ersten Preis errungen. 2019, so der Wunsch von Landrat Cord Bockhop, soll das Goldschatz-Museum eröffnet werden.

Christian Hartmann nahm den Preis am Dienstagabend im Kreismuseum entgegen – aus den Händen von Landrat Cord Bockhop sowie Christian Schmitz als Sprecher der Jury und unter dem Beifall von rund 40 Gästen. Darunter auch Sykes Bürgermeisterin Suse Laue, die das geplante Goldschatz-Museum so bewertete: „Es erfüllt mich mit Stolz, es wertet Syke auf!“

115 Entwürfe eingereicht

Sage und schreibe 115 Wettbewerbsbeiträge waren eingegangen und von der Jury anonym nach fachlichen sowie finanziellen Kriterien bewertet worden – darunter sogar ein goldfarbener Anbau in Münzform. Aus allen wählte die Jury am Ende die Preisträger aus.

Den zweiten Platz (6.000 Euro) errang das Architektenbüro Fehlig Moshfeghi aus Hamburg – für zwei neue Baukörper, die den bestehenden Museumsbau umspielen und die einem frühzeitlichen Dorf nachempfunden sind – eine Hommage an den 3.300 Jahre alten Goldschatz. „Die Fassade transportiert eine Leichtigkeit, die jedoch sehr teuer sein wird“, so das Urteil der Jury.

Das Architektenbüro HEP aus Buxtehude hatte den dritten Preis (4.000 Euro) gewonnen – für einen Entwurf mit einer klaren architektonischen Konzeption. „Die Verknüpfung von Innen und Außen durch starke Blickbeziehungen stellt sich bei diesem Beitrag als besonders gelungen dar“, so das Urteil der Jury.

Überzeugt war sie vom archaischen Monolith-Entwurf von Freitag-Hartmann-Sinz aber deshalb, weil er sich wie selbstverständlich an den westlichen Teil des bestehenden Ausstellungsbereichs im Kreismuseum anschließe und geschickt die Sichtbeziehungen der Ebenen untereinander berücksichtige.

Blick in das idyllische Hachetal

Die Brücke schlägt ein Treppen-Ensemble in Höhe des zukünftigen Cafés. Von dort haben die Besucher auch einen Blick in das idyllische Hachetal. „Insgesamt beweist der Beitrag Charakter und Haltung“, so das Urteil der Jury. Christian Hartmann selbst bezeichnete den Kubus mit dem auf einen Lichtschacht zulaufenden Backstein-Dach als „Schmuckschatulle“ für den Schatz.

Die preisgekrönten Entwürfe sind bis zum 27. November im Kreismuseum zu sehen – ebenso die vier Entwürfe, die eine mit jeweils 1.250 Euro dotierte Anerkennung bekommen haben: Die Modelle von Chiara-System in Berlin, der Li-Pe-Architekten aus Stuttgart, der Krampulz-Meyer-Architekten in Stuttgart sowie der Ferdinand-Heide- Architekten in Frankfurt.

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