Duo Zahltag gestaltet ersten Kabarett-Abend im Restaurant Maximilian

Mit Kreisler und Klavier

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Alexander Pluquett (links) und sein Gastgeber Toni Seferi haben sich über einen gemeinsamen Bekannten beim Sechstagerennen in Bremen kennengelernt. Resultat ist der erste Kabarett-Abend im Sommergarten des Restaurants Maximilian. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Michael Walter. Berliner Schauspieler lässt sich von Freund mit Syker Wurzeln zum Sechstagerennen nach Bremen einladen, lernt dort Syker Gastronom kennen und sagt noch in der Halle einen Auftritt in dessen Lokal zu. So könnte man grob die Vorgeschichte zum ersten Kabarett-Abend im Restaurant Maximilian beschrieben.

Dort ist der Sommergarten am kommenden Sonntag, 24. Juli, Schauplatz und Bühne für das Duo Zahltag und sein Programm „Liebe, Politik und andere Katastrophen“. Alexander Pluquett und Ayako Ito präsentieren dabei Lieder von Georg Kreisler sowie Texte von Robert Gernhardt, Heinz Erhard und anderen.

„Syke ist Kulturstadt. So etwas brauchen wir hier“, sagt Gastgeber Toni Seferi über seinen unverhofften Fang, den er Anfang Januar mit dem Berliner Schauspieler, Musiker und Kabarettisten Alexander Pluquett gemacht hat. „Wir sind beim Sechstagerennen miteinander ins Gespräch gekommen, und dann hab ich nicht mehr locker gelassen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

„Das Programm besteht zu zwei Dritteln aus Kreisler-Liedern und zu einem Drittel aus Texten“, erklärt Pluquett. „Ich mache zwischen den Liedern so etwas wie eine schauspielerisch gestaltete Conférence, wenn man so möchte.“ Dabei begleitet ihn am Klavier Ayako Ito. „Ein herzlicher, fröhlicher Mensch, der alles macht, was am Klavier möglich ist“, beschreibt Pluquett. „Sie ist eine vielfach ausgezeichnete Pianistin mit vier Konzertexamen und schreibt gerade an ihrer Doktorarbeit.“

Zusammengefunden hat das Duo Zahltag 2010, als Pluquett gerade sein erstes Solo-Programm mit Liedern von Georg Kreisler vorbereitete und dafür eine Pianistin suchte. „Die meisten Kreisler-Lieder sind nicht als Noten erhältlich“, erklärt er. „Und Ayako ist eine der wenigen, die Kreisler nach Gehör spielen und die Noten rausschreiben kann.“

Georg Kreisler hatte seine große Zeit zwischen 1955 und etwa 1980. Seine Lieder sind eine Melange aus schwarzem Humor und Gesellschaftskritik. Aber sind sie heute noch aktuell? „Absolut“, findet Pluquett und will den Beweis dafür gern antreten.

Der 33-Jährige hat gerade ein zweijähriges Engagement bei den Berliner Stachelschweinen beendet. Anfang Juni ist er zum ersten Mal Vater geworden. „Da wollte ich ein wenig aus diesem festen Trott raus mit Vorstellungen an sechs Tagen pro Woche, samstags sogar doppelt“, erzählt er.

Ursprünglich kommt Alexander Pluquett aus der Region Kassel, wo er auch studiert hat (Trompete und Gesang). Schon damals hatte er nebenbei in verschiedenen Kasseler Ensembles mitgewirkt, hat aber außerdem auch als freier Mitarbeiter bei der Hessischen / Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (HNA) Musikkritiken geschrieben. „Das war mein erster Berührungspunkt mit Georg Kreisler“, sagt er und spielt damit auf dessen Song „Der Musikkritiker“ an.

2014 heuerte er bei den Berliner Stachelschweinen an und war dort für die Soli verantwortlich. Zu diesem Job gehörte vor allem, die aktuelle Tagespolitik ins Programm einzubauen. Das macht Pluquett auch in seiner Conférence beim Duo Zahltag.

Das Programm beginnt um 20 Uhr. Karten kosten 13 Euro im Vorverkauf und 15 Euro an der Abendkasse. Wer vorher noch was essen möchte, kann schon ab 18 Uhr kommen: Dann eröffnet das Grillbuffet.

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