Syker Pianistin möchte Album über Crowdfunding finanzieren

„Klavierstücke, die von Herz zu Herz gehen“

Die Syker Klavierpädagogin und Komponistin Hauke Kranz feilt an ihrer ersten CD namens „Piano Songs“ und sucht Unterstützung durch das Crowdfunding-Finanzierungssystem. - Foto: Ulf Kaack

Syke - Von Ulf Kaack. Sie ist Pianistin mit Leib und Seele: Hauke Kranz. Nun plant die Klavierpädagogin unter dem Titel „Piano Songs“ ein ambitioniertes Projekt – die Produktion einer CD mit eigenen Kompositionen. Zur Finanzierung nutzt sie das sogenannte Crowdfunding.

Das Prinzip: Fans, Freunde und Unterstützer finanzieren die Produktion vor. Wer einen bestimmten Betrag zur Verfügung stellt, bekommt unmittelbar nach der Realisierung eine Gegenleistung.

Im Fall von „Piano Songs“ heißt das: Wer fünf Euro für die Produktion spendet, kann sich hinterher kostenlos einen Titel des Albums aus dem Internet herunterladen, und wer 15 Euro gibt, das komplette Album. Für einen Beitrag von 20 Euro gibt es eine „handfeste“ CD, für 30 Euro die von der Komponistin handsignierte Variante. Für 50 Euro gibt Hauke Kranz eine kostenlose Unterrichtsstunde am Klavier. Wer 100 Euro locker macht, wird namentlich im Booklet erwähnt. Und für 500 Euro gibt es sogar ein Wohnzimmerkonzert beim Förderer.

„Für Musiker ist die Veröffentlichung von Tonträgern in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden“, weiß Hauke Kranz aus eigener Erfahrung. „Mit der Digitalisierung der Musik und den Download-Angeboten im Internet geriet die gesamte Branche unter anhaltend schweren wirtschaftlichen Druck. Und das wird nach unten bis zu den Künstlern durchgereicht. Einen Plattenvertrag zu bekommen, ist heutzutage nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.“

Die Aufnahmen im Tonstudio und das anschließende Bearbeiten, das Pressen der CD sowie Gestaltung und Druck des Covers kosten rund 4500 Euro. „Diesen Betrag gilt es, über das Crowdfunding zusammenzutragen“, sagt die 52-Jährige. Es gilt das ,Alles-oder-Nichts‘-Prinzip. Bis zum 30. September muss die Summe auf dem Treuhandkonto sein. Dann geht das Projekt in die Umsetzung. Kommt die Summe nicht zusammen, gibt’s keine CD und die Unterstützer bekommen ihr Geld zurück. „Doch ich bin zuversichtlich. Allein in der ersten Woche sind rund 500 Euro zusammengekommen.“

Ziel: 4500 Euro bis zum 30. September

Im zweiten Schritt folgen dann die Aufnahmen der einzelnen Stücke im Tonstudio Thein in Stuhr-Neukrug, das in einer für diesen Zweck perfekt ausgebauten Scheune auf akustische Mitschnitte an einem Konzertflügel spezialisiert ist. Parallel dazu gestaltet die renommierte Designerin Eva Saarbourg aus dem hessischen Pohlheim das Booklet.

„Die Kompositionen für das Album sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden und bei meinen Wohnzimmerkonzerten sowie den Mitsingkonzerten im Kreismuseum auf ihre Publikumstauglichkeit erfolgreich getestet worden“, lächelt die Musikerin.

„Die ,Piano Songs‘ sind Lieder ohne Worte für Soloklavier – entstanden in Momenten der Stille. Sie laden zum Zuhören und Relaxen ein“, so Kranz. Klassisches Klavierspiel, zauberhafte Melodien und Elemente aus der Entspannungsmusik öffnen zusammen mit dem warmen Klang eines Konzertflügels den Raum für ein berührendes Hörerlebnis. „Die Klavierstücke entstammen direkt meiner Seele. Sie sollen von Herz zu Herz wirken. Und man sagt, dass sie das tun.“

Wenn alles nach Plan läuft, wird das Album „Piano Songs“ im März 2017 veröffentlicht. Das soll, so wünscht es sich Hauke Kranz, mit einem Release-Konzert in Syke einhergehen.

Was passiert eigentlich, wenn durch das Crowdfunding mehr Geld als benötigt zusammenkommt? Hauke Kranz: „Das werde ich dann für Marketing und Promotion der CD sowie für weitere Aufnahmen verwenden. Ich habe bereits genug Ideen für ein zweites Album im Kopf.“

www.startnext.com/haukekranz

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