Neues Gemeindehaus für Barrien

Kirche plant Millionending

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Das Alte Pfarrhaus wird der Barrier Kirchengemeinde zu klein. Da ein Ausbau nach ersten Kalkulationen mindestens genauso teuer wie ein Neubau wäre, hat sich der Kirchenvorstand für einen Neubau auf der Wiese nebenan entschieden. Mittelfristig würde das für das Alte Pfarrhaus wohl den Abriss bedeuten. 

Barrien - Von Michael Walter. Die Barrier Kirchengemeinde will ein neues Gemeindehaus bauen und dafür insgesamt rund eine Million Euro ausgeben. Angedacht ist ein ebenerdiger Neubau auf der Wiese zwischen dem Alten Pfarrhaus und der Kirche.

Der Gedanke an einen Neubau scheint zunächst grotesk, hat doch die Kirchengemeinde gerade erst ihr Gemeindehaus in Gessel aufgegeben – nicht zuletzt auch aus Kostengründen. Derzeit ist es an die Stadt vermietet, mittelfristig will die Kirchengemeinde es verkaufen. Eine Folge daraus ist aber: Jetzt wird der Gemeinde das Alte Pfarrhaus neben der Barrier Kirche zu klein.

„Schon der vorige Gemeindevorstand hat sich mit diesem Thema beschäftigt“, sagt Kirchenvorsteher Hartwig Seevers. Er ist Vorsitzender des Neubauteams. Das erklärte Ziel lautet: Konzentration der Gemeindeaktivitäten rund um die Kirche. „Auch deshalb haben wir das Gemeindehaus in Gessel aufgegeben“, so Seevers. „Das Alte Pfarrhaus ist dafür aber zu klein.“

Als erstes habe man im Kirchenvorstand die Möglichkeit eines Ausbaus geprüft. „Allein das würde mindestens 500 .000 Euro kosten“, sagt Seevers. „Dann kämen die Kosten für eine energetische Sanierung obendrauf: Nochmal 300 .000 Euro – mindestens.“ Denn bei einem Ausbau würden mehr als 20 Prozent des bestehenden Gebäudes verändert. „Und in diesem Fall schreibt die Erneuerbare-Energien-Verordnung vor, das Gebäude auf den energetischen Stand von heute zu bringen“, erklärt Seevers. „Derzeit ist das Haus technisch ungefähr auf dem Stand von 1960.“ Entsprechend groß wäre also der Aufwand. Und am Ende hätte man aber immer noch Gemeinderäume auf mehreren Ebenen in einem Gebäude ohne Fahrstuhl. „Den bräuchten wir dann aber, wenn unsere Angebote alten- und behindertengerecht sein sollen“, sagt Seevers.

Der Kirchenvorstand sei deshalb zu der Ansicht gelangt, unter Berücksichtigung dieser Umstände sei ein ebenerdiger Neubau die bessere Wahl. Der würde laut Schätzungen des Kirchenvorstands etwa eine Million Euro kosten – und sich damit auf einem ähnlichen Preisniveau bewegen wie ein voll ausgebautes und energetisch saniertes Altes Pfarrhaus.

Ein Drittel dieser Summe müsste die Gemeinde selbst aufbringen. Zum Beispiel durch den Verkauf des Gemeindehauses in Gessel. Ein weiteres Drittel würde der Kirchenkreis Syke-Hoya zahlen, und das letzte Drittel die Landeskirche. Mit beiden hab die Barrier Gemeinde bereits vorgespräche geführt, so Seevers.

„Schön wäre es, wenn im Sommer 2018 alles fertig sein könnte“, sagt Hartwig Seevers. Dann endet die Amtszeit des jetzigen Kirchenvorstands. „Das würden wir dann gerne abgeschlossen haben.“ Und das Alte Pfarrhaus? Würde das dann abgerissen werden? – Seevers: „Darauf wird es mittelfristig wohl hinauslaufen.“

Über die Hintergründe und den Stand der Planungen informiert der Kirchenvorstand am Montag, 8. August, um 19.30 Uhr im Alten Pfarrhaus. Dabei soll auch schon ein erster Entwurf des Neubaus vorgestellt werden.

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